Von Navi auf Radweg gelotst: Lkw fast abgestürzt

Der Lastwagen hatte sich auf einen Radweg verfahren, drohte über eine Böschung abzustürzen.
Der Lastwagen hatte sich auf einen Radweg verfahren, drohte über eine Böschung abzustürzen.AFK Wyer
Spekatkulärer Einsatz für die Feuerwehr in Weyer. Ein Sattelschlepper hatte sich auf einen Radweg verirrt, wäre fast über eine Böschung gestürzt.

Er fuhr und fuhr und fuhr, folgte dabei blind seinem Navigationsgerät. Doch genau das wurde einem Lkw-Fahrer und seinem Kollegen zum Verhängnis.

Der auswärtige Lenker sollte als Ziel ein Unternehmen zwischen Weyer und Großraming (Bez. Steyr-Land) beliefern. Die Firma kann nur über Weyer erreicht werden. Das Navigationsgerät hat den Fahrer aber schon in Großraming über die Enns gelotst.  

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Daraufhin folgte der fatale Fehler. Der meterlange und tonnenschwere Sattelschlepper auf den Ennstalradweg Richtung Weyer ein. Ja, ihr habt richtig gelesen: auf den RADWEG. Da dieser aber nur in Güterwegbreits ausgeführt ist, war schon nach wenigen Metern Endstation für den Laster. Der Aufflieger kam in einer engeren Kurve von der Straße ab.  

Lkw drohte über Böschung zu stürzen

Da dieser in der Böschung abzurutschen bzw. umzustürzen drohte, alarmierten die beiden Insassen die Einsatzkräfte. Die Freiwillige Feuerwehr Großraming sicherte das Fahrzeug zunächst mit dem Greifzug ab. Der Auflieger konnte so nicht unbeschädigt von den anwesenden Kräften geborgen werden. Auch der technische Zug der Feuerwehr Steyr musste deshalb ebenfalls anrücken. 

Die weitere Bergung gestaltete sich aber alles andere als einfach. Denn der angeforderte Kran musste eineinhalb Kilometer im Rückwärtsgang Richtung Unfallstelle zurücklegen, um an den Lkw heran zu kommen. Außerdem musste auch noch eine Stromleitung, die direkt über dem Einsatzort verlief, von der Netz OÖ abegschaltet und geerdet werden.

Rund viereinhalb Stunden nach der Alarmierung stand der gesamte Lastwagen dann wieder auf sicherem Boden. Gegen 7.30 Uhr konnte die Fahrt fortgesetzt werden. 

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