"Diese Rennen haben so viel Spaß gemacht und waren eine tolle Trainingsmöglichkeit", sagt Lindsey Vonn nach der Abfahrt und zwei Super-Gs in Copper Mountain. Die US-Amerikanerin startete am vergangenen Wochenende in ihr sensationelles Comeback-Projekt.
Bei den FIS-Rennen knackte sie die nötige Marke, um sich für den Weltcup zu qualifizieren. Vonn strahlt: "Ich habe noch viel zu tun, aber das ist ein großer Schritt in meiner Entwicklung!"
Die 40-Jährige teilt ihre Eindrücke von der Rennpiste mit ihren Fans: "Mit meinen Teamkolleginnen am Start zu stehen, hat sich angefühlt, als wäre ich nie weg gewesen. Aber zur selben Zeit muss ich das alles im richtigen Licht sehen. Ich habe erst seit ein paar Monaten ein künstliches Kniegelenk, habe seit fast sechs Jahren weder trainiert noch bin ich Rennen gefahren. Jetzt hatte ich erst ein paar Trainingstage in den Beinen. Schritt für Schritt werde ich stärker und finde zu meiner Form."
Nach ÖSV-Legende Marcel Hirscher kündigte auch Vonn rund fünfeinhalb Jahre nach ihrem Rücktritt das Comeback an. Nur wenige Tage, nachdem ein Kreuzbandriss Hirschers Comeback-Pläne jäh beendet hatte, stürzte sich nun die ehemalige Weltcup-Dominatorin erstmals wieder die Rennpisten hinab.
Bei welchen Rennen sie erstmals wieder im Weltcup zu sehen sein wird, ist noch offen. Schon am kommenden Samstag steigt in Beaver Creek eine Abfahrt – das Quali-Ticket hätte Vonn nun in der Tasche.
Sehr zur Freude ihrer Fans. Ihre Rückkehr in den Rennsport hat der Olympiasiegerin aber auch viel Kritik eingebracht. Schon die letzten Jahre ihrer Karriere waren durch schwere Verletzungen und große Dramen geprägt. Schmerzen waren bis zur angesprochenen Knie-Operation in diesem Jahr ein ständiger Begleiter. "Heute"-Experte Marc Giradelli warnte zuletzt in seiner Kolumne, dass sie mit einer neuerlichen Verletzung riskiere, dass das Gelenk dauerhaft versteifen könnte.