Manche träumen schon von bemannten Missionen zum Mars oder gar von seiner Besiedlung. Doch vor 50 Jahren war es bereits ein Meilenstein, als erstmals ein Raumfahrzeug auf unserem Nachbarplaneten landete.
Am 20. Juli 1976 um 13:53 Uhr mitteleuropäischer Zeit setzte der Lander von Viking 1 in der Tiefebene Chryse Planitia auf der Nordhalbkugel des Mars auf. Knapp sechs Wochen später wiederholte die US-Raumfahrtbehörde NASA das Manöver mit Viking 2.
Eigentlich war geplant, Viking 1 zum 200. Jahrestag der US-Unabhängigkeit am 4. Juli landen zu lassen, meldet heise online. Doch aus der Umlaufbahn zeigte sich, dass die vorgesehene Landezone nicht geeignet war. So musste erst ein sicherer Platz gefunden werden.
Die beiden Lander waren mit zahlreichen Instrumenten ausgestattet, um nach Leben auf dem Mars zu suchen. Dazu gehörten ein Massenspektrometer sowie drei biologische Experimente, die Spuren von Photosynthese oder Mikroben im Boden aufspüren sollten.
Viking 1 und 2 nahmen Bodenproben, analysierten sie und lieferten mehr als 4.500 Bilder von der Marsoberfläche. Die Orbiter schickten noch einmal über 52.000 Aufnahmen aus der Umlaufbahn zur Erde.
Die Viking-Missionen erwiesen sich als überaus robust: Obwohl beide nur auf jeweils 90 Tage ausgelegt waren, funktionierten sie viel länger. Viking-Lander 1 sendete sogar bis zum 11. November 1982 - über sechs Jahre nach der Landung.
Interessant: Die erste Landung auf einem fremden Planeten überhaupt gelang jedoch nicht den USA, sondern der Sowjetunion. 1975 setzten die Sonden Venera 9 und 10 erfolgreich auf der Venus auf.