Vor genau 50 Jahren schrieb die NASA Raumfahrtgeschichte: Am 20. Juli 1976, dem siebten Jahrestag der ersten Mondlandung, setzte die Sonde Viking-Lander-1 um 17:12 Uhr Ortszeit sanft auf der Marsoberfläche auf. Es war die erste erfolgreiche Landung auf dem Roten Planeten.
Eigentlich hatte die NASA die Landung für den 4. Juli 1976 geplant - den 200. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit. Doch aus der Umlaufbahn zeigte sich, dass die geplante Landezone nicht geeignet war. Erst nach der Suche nach einem sicheren Platz konnte der Lander den Abstieg beginnen.
Kurz nach dem Aufsetzen in der Chryse Planitia, der „Goldebene“, begann Viking-1 damit, erste Bilder zur Erde zu funken, berichtet Spektrum.de. Die Aufnahmen zeigten ein von blasigen Steinen übersätes Gelände. Helle Streifen am Bildrand stammten von Staub, der von den Raketentriebwerken aufgewirbelt wurde.
Die Mission übertraf alle Erwartungen: Obwohl Viking-1 nur für 90 Tage ausgelegt war, blieb der Lander volle sechs Jahre aktiv. Er sandte Tausende Bilder und wertvolle Messdaten zur Erde. Besonderes Interesse galt den Instrumenten zur Suche nach biologischer Aktivität auf dem Mars.
Die Ergebnisse der biologischen Experimente waren allerdings nicht eindeutig genug, um Leben auf dem Mars nachzuweisen. Die Viking-Missionen zeigten einen kalten Planeten, lieferten aber auch erste Hinweise auf Wasser in seiner Frühzeit.
Am 11. November 1982 sendete Viking-Lander-1 zum letzten Mal. Ein falscher Funkbefehl hatte die Hauptantenne irrtümlich auf den Marsboden gerichtet, wodurch der Kontakt für immer abbrach. Die Schwestersonde Viking-Lander-2, die am 3. September 1976 gelandet war, verstummte bereits im April 1980.