Vor diesem Mann zittert heute Donald Trump

Ex-FBI-Chef Robert Mueller wird heute öffentlich zur Russland-Affäre aussagen. Präsident Trump wittert "größte Hexenjagd aller Zeiten!"
Es ist der vielleicht heißeste Polit-Termin dieses Sommers: Sonderermittler Robert Mueller äußert sich endlich ausführlich vor dem US-Kongress zur Russland-Affäre - noch dazu öffentlich.

Trump wittert "Hexenjagd"



Bereits im Mai forderte US-Präsident Donald Trump auf Twitter, Mueller solle nicht vor dem Ausschuss aussagen. Es seien 35 Millionen Dollar über einen Zeitraum von zwei Jahren ausgegeben worden, 500 Menschen seien verhört worden. Jetzt legt Trump weiter nach: Dies sei "die größte Hexenjagd in der US-Geschichte" gegen einen "sehr unschuldigen Präsidenten"

Schon im März hat der frühere FBI-Direktor seinen mehr als 400 Seiten umfangreichen Report veröffentlicht ("Heute.at" berichtete). Der brisante Bericht über die russische Einmischung in den Trump-Wahlkampf 2016 war ein Bestseller und führte zu mehr als 30 Anklagen - darunter gegen sechs Personen aus Trumps Umfeld.

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Washinton wartet auf einen 74-Jährigen: Heute sagt Robert Mueller vor dem US-Kongress aus
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Keine Beweise gegen US-Präsidenten



Auch wenn sich keine direkten Beweise für eine Straftat von Trump finden ließen, so will Mueller den Präsidenten keineswegs vom Vorwurf der Justizbehinderung freisprechen. "Wenn wir mit ruhigem Gewissen sagen könnten, dass der Präsident kein Verbrechen begangen hat, dann hätten wir das getan", so der Sonderermittler.



Keine Frage, der Bericht von Robert Mueller enthält brisantes Material. Ob die heutige Anhörung jedoch den Wendepunkt in einem möglichen Amtsenthebungsverfahren bringt, ist fraglich. In jedem Fall könnte Trumps vermeintlich kriminelle Vergangenheit ihm wertvolle Stimmen im Präsidentschaftswahlkampf 2020 kosten.

(jd)

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