Vor Luxus-Hotel: Mister Ferrari entkam Räuberfalle

"Mr. Ferrari" Heribert Kaspar hat Angst. Links der Verdächtige: Dick, Wühltisch-Look.
"Mr. Ferrari" Heribert Kaspar hat Angst. Links der Verdächtige: Dick, Wühltisch-Look.Bild: Andreas Tischler/Privat

Am Samstag wollte Sportwagen-Vermittler Heribert "Mr. Ferrari" Kasper beim Hotel Imperial parken. Da kam ein Mann mit Schmuck in der Hand auf ihn zu. Kasper verspürte Angst - zum Glück.

Wer in einem Nobelhobel aus Italien sitzt, zieht Blicke an. Sportwagen-Fan Heribert Kasper, "Seitenblicke"-Spitzname "Mr. Ferrari", ist seit Jahren daran gewöhnt.

Am Samstag aber schlugen seine Magennerven Alarm. Der Wiener (63) parkte gerade einen Maserati-Ghibli-Testwagen beim Hotel Imperial ein, da sprang ein Mann vom Gehsteig, bückte sich und hob einen goldenen Ring auf.

"Mit dem Schmuck in der Hand", berichtet Kasper, "kam der Typ direkt auf mich zu - korpulent, Wühltisch-Look. Ich fühlte mich ungut, bekam momentan Angst."

Denn er wusste: Vor dem nahen Hotel Ritz-Carlton an der Ringstraße war jüngst ein Bentley-Fahrer in eine Räuber-Falle gelockt worden: Von einem Passanten angesprochen, ließ das Opfer die Scheibe runter - und eine Luxus-Uhr war weg.

Dieses Bild vor Augen, gab "Mr. Ferrari" Gas, kurvte um den Block: "Aber als ich in die Bösendorferstraße einbog, stand der Kerl wieder mitten auf der Fahrbahn und wollte mich aufhalten."

Kasper zischte vorbei: "Ich habe ihn mit dem Seitenspiegel gestreift." Ein Stück weiter fand er eine Parklücke und schlich der beängstigenden Gestalt bis zum Karlsplatz nach.

Mit seinen Fotos übernahmen dann zwei Funkstreifen die Verfolgung - ergebnislos. Für die Polizei besteht "der Verdacht einer Straftat". Für Kasper besteht kein Zweifel am Plan.

(Wolfgang Höllrigl)

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