Vorarlberger zieht riesigen Albino-Wels aus Wasser

Ein Fischer aus dem Vorarlberg hat kürzlich einen 1,50 Meter langen Albino-Wels aus dem Wasser gezogen. Der Fisch soll extrem selten sein.
Vor einer knappen Woche gelang einem jungen Fischer aus dem Vorarlberg ein unglaublicher Fang: Er hatte einen Albino-Wels an der Angel. "Ich habe ihn nicht gezielt befischt. Er war ein Beifang, beim Karpfenangeln", sagt der Österreicher. Nachdem der Albino-Fisch auf einen Köder gebissen hatte, soll der Drill mit der Karpfenrute rund 30 Minuten gedauert haben.

Als der Fischer die Farbe des Fisches sah, war die Überraschung groß: "Ich habe mich wahnsinnig gefreut. Ich kannte solche Fische bis dato nur von Bildern", sagt er. Nachdem er zwei Fotos geschossen hatte, sei der Albino-Wels versehentlich wieder ins Wasser gefallen.

Wo genau ihm der Fang gelang, will der junge Mann für sich behalten: "Ich möchte einen Ansturm auf dieses Gebiet verhindern", so der Hobby-Fischer. Nur so viel sei verraten: Das Gewässer soll sich nahe der Schweizer Grenze befinden.

CommentCreated with Sketch.7 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Dass ein solcher Fang eine absolute Seltenheit ist, bestätigt auch Nikolaus Schotzko, Sachverständiger für Fischerei im Vorarlberg. "In den 10 Jahren, in denen ich nun hier bin, habe ich bisher einen einzigen Albino-Wels gefangen", erzählt er. Das Exemplar war rund 50 Zentimeter groß. Nach kurzer Überlegung entschloss er, den Fisch dem Sea Life Konstanz anzubieten. Zu seiner Überraschung waren diese aber nicht interessiert. "Wir haben ihn letztendlich in einem Teich bei Dornbirn freigelassen."

Kaum Überlebenschancen

Albinismus als Mutation trete beim Wels wie bei allen anderen Tieren auf, erklärt Schotzko. Positiv sei das für den Fisch allerdings nicht: In natürlicher Umgebung habe er kaum Überlebenschancen. "Ein normaler Wels ist grün braun marmoriert und damit perfekt getarnt", erklärt der Experte. Ein Albino hingegen sei mit seiner weißen Farbe prädestiniert, als erstes von Hechten und anderen Welsen gefressen zu werden.

Dass sich seltene Welse gerne in Vorarlbergern Gewässern aufhalten, zeigte auch ein Fall, der sich Mitte Juni in Fußach (A) ereignete. Ein Berufsfischer zog einen 2,45 Meter langen und rund 100 Kilogramm schweren Wels aus einer Bucht des Bodensees. Der momentane Weltrekord liegt bei 2,74 Metern. (mwa)

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