Vorhang auf für die Wiener Schanigärten

Bild: Florian Wieser

Die Wiener Schanigarten-Saison ist eröffnet! Vizebürgermeisterin Renate Brauner und Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, gaben den Startschuss in der Café Konditorei Aida am Stephansplatz. Seit 1750 pflegt die Bundeshauptstadt ihre Schanigarten-Tradition.

Endlich können die Wiener wieder ihr Schnitzel, ihr Bier oder ihren Kaffee im Freien genießen und auch die Wirte profitieren mit der Erhöhung des Tischkontigents. 1800 Schanigärten und 700 Gastgärten laden zum Verweilen ein.

"Die Schanigärten gehören einfach zu unserer Stadt wie die Wirtshäuser, Cafés und Heurigen, denn sie machen Wien erst so richtig attraktiv und lebendig. Ganz wie es sich für den Weltmeister in Sachen Lebensqualität gehört", sagte Brauner am Dienstag.
"Ein Schanigarten ist viel mehr als nur ein paar Sessel und Tische im Freien; er ist Symbol für ein Lebensgefühl, das Wien ein besonderes Flair verleiht. Dafür möchte ich den Gastronomen und Cafétiers ganz herzlich danken. Wien ohne Schanigärten wäre wie ein Sommer ohne Sonne", pflichtete Ruck bei.

Unterschied zwischen Schanigarten und Gastgarten

Schanigarten und Gastgarten sind nicht dasselbe. Im ersten Fall stehen Tische und Stühle auf öffentlichem Grund, wodurch eine Genehmigung notwendig ist. Gastgärten stehen auf privatem Grund, zumeist in Innenhöfen oder Gärten. Die Nutzungsgebühr liegt zwischen einem und 7,50 Euro je Quadratmeter und Monat.

Den ersten Schanigarten gab es um 1750. Der Schanigarten von Johann Jakob Tarone, Betreiber eines Kaffeehauses am Wiener Graben, ermöglichte auch Frauen, am Kaffeehausleben teilzunehmen, da es sich in dieser Zeit nicht schickte, im Inneren eines Kaffeehauses zu verweilen.

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