Rapid und Sturm kämpfen am 30. April um den Cuptitel. Davor herrscht großes Ticket-Choas. Das Geschäft auf dem Schwarzmarkt boomt.
Innerhalb weniger Minuten waren am Dienstag alle Tickets im neutralen Sektor ausverkauft. Viele Fans schauten am Dienstag auf der Jagd nach den begehrten Karten für das ÖFB-Cupfinale am 30. April in Klagenfurt durch die Finger.
Die Hotels und andere Unterkünfte in und um Klagenfurt sind ausgebucht. Viele konnten keine Nächtigungsmöglichkeit mehr ergattern. Andere haben erfolgreich gebucht, aber kein Ticket bekommen. Anhänger, besonders jene aus Wien, klagen am Dienstag in den sozialen Medien ihr Leid. Damit verschärft sich die Debatte um Rapids erfolglose Bemühung um eine Verlegung ins Wiener Ernst-Happel-Stadion. Weniger Zuschauerplätze, logistische Probleme und die Angst vor Zusammenstößen zwischen den Fanlagern werfen einen Schatten voraus.
Bereits wenige Stunden nach Verkaufsstart tauchen in den sozialen Netzwerken Meldungen über Ticket-Wucher via Drittanbieter auf. Auf dem "Schwarzmarkt" klettern die Preise schon am Dienstagnachmittag auf 500 Euro und mehr pro Karte. Screenshots von Internet-Marktplätzen sorgen für Kopfschütteln.
Am Mittwoch sind Preise im vierstelligen Eurobereich keine Seltenheit mehr. Ein besonders extremes Beispiel, gefunden auf "willhaben.at": Ein Einzelticket für den Sturm-Fansektor um saftige 1.909 Euro. 1909 ist übrigens das Gründungsjahr der Steirer.
Dem ÖFB sind grundsätzlich die Hände gebunden. Weil die Tickets nicht personalisiert sind, kann der Verband dem Schwarzmarkt-Wucher kaum Einhalt gebieten. Beim Kauf solcher überteuerter Karten ist aber Vorsicht geboten.
Wie ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold in der "Krone" verrät, gibt es eine Möglichkeit, einzugreifen. Ist bei den Drittanbietern die Kartennummer zu erkennen, wird das Ticket gesperrt. So kann es in Klagenfurt ein böses Erwachen kommen.
Sieht man beim Online-Kauf eines solchen Tickets die Kartennummer öffentlich, sollten Fans also lieber die Finger davon lassen.