Gefährliches Glatteis auf den Straßen

Wettervideo für Dienstag, 14. Jänner 2020 (Quelle: Ubimet)
Wettervideo für Dienstag, 14. Jänner 2020 (Quelle: Ubimet)
Die Temperaturen schwanken im Moment um den Gefrierpunkt. Wer auf den Straßen unterwegs ist, egal ob mit dem Auto, mit dem Fahrrad oder zu Fuß, muss besonders aufpassen.
Am Dienstag halten sich im Donauraum, im Osten und in den südlichen Becken Nebel und Hochnebel oft zäh. Da und dort fällt daraus Schneegriesel, oder es nieselt. Im Dauergrau herrscht häufig auch Dauerfrost um -1 Grad, sonst wird es besonders in den mittleren Lagen sehr mild mit 5 bis 10 Grad – eine tückische Kombination für Autofahrer.

Dadurch, dass die Temperaturen um den Gefrierpunkt Jojo spielen, kann sich auf den Straßen gefährliches Glatteis bilden. Gerade am Vormittag ist also besondere Vorsicht geboten!

"Mit Glatteis muss man nicht nur bei klirrendem Frost rechnen. Die wenigen Plusgrade bringen auf vereisten Stellen nur die Oberfläche zum Schmelzen. Der Untergrund ist an vielen Stellen weiter gefroren. Wenn es abends abkühlt, friert das Schmelzwasser und es ist innerhalb weniger Minuten spiegelglatt", erklärt ÖAMTC-Fahrtechnikprofi Franz Bruckmair.

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Der ÖAMTC empfiehlt deshalb vorausschauendes Fahren, angepasstes Tempo sowie ein gefühlvoller Umgang mit Bremse und Gas, um einen möglichen Crash zu vermeiden.

Wo man besonders aufpassen muss

Bruckmair: "Besonders an exponierten Lagen auf Brücken, Kuppen, in Waldstücken oder auf Straßenabschnitten entlang von Bächen und Flüssen sollten Autolenker vorsichtig sein. Viele Autos sind heute mit modernster Sicherheitselektronik ausgestattet. Aber auch Fahrzeuge mit ABS und ESP unterliegen den Grenzen der Physik." Auf spiegelglattem Untergrund können diese Fahrtassistenten wirkungslos sein.

Gefahr für Allwetterradler

So manchen Radfahrer halten selbst diese erschwerten Bedingungen nicht davon ab, sich mit seinem Rad auf den Weg zu machen. Aber auch Allwetterradler müssen bei solchen Wettersituationen extrem aufpassen. Ungeübten Radlern rät ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexpertin Petra Riener auf das Fahrrad zu verzichten.

"Aufgrund der Kälte verlängert sich der Bremsweg um ein Vielfaches. Mit der höheren Geschwindigkeit und dem eventuell spiegelglatten Untergrund steigt die Verletzungsgefahr erheblich." Wer dennoch nicht auf eine Fahrt mit dem Rad verzichten möchte, sollte auf entsprechend warme und funktionelle Kleidung und Schutzausrüstung – insbesondere Helm trotz Haube – keinesfalls verzichten.

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