Mit dem sogenannten Polizeitrick wollten Betrüger älteren Personen im Raum Melk Geld heraus locken. Die unbekannten Täter riefen gestern zwischen 11 und 15 Uhr mehrere Personen, vorwiegend Frauen, an. Sie gaben an, dass der Sohn oder die Tochter einen Unfall hatten und 78.000 Euro zu bezahlen seien, sonst würde eine Haftstrafe drohen. Über solch einen Betrugsversuch wurden Bedienstete der Polizeiinspektion Melk informiert.
Unbekannte Täter sollen zumindest neun Mal unter Vorwand des sogenannten Polizeitrickbetrugs versucht haben, vorwiegend ältere Frauen zur Herausgabe von Bargeld zu verleiten. In zwei Fällen gaben die Frauen an, das Geld bereit zu stellen, kontaktierten aber stattdessen die Polizei und brachten die Betrugsversuche zur Anzeige. Bei den geplanten Übergaben erschienen die unbekannten Täter jedoch nicht.
Eine dritte Anzeige wurde durch ein Bankinstitut erstattet, da ein Opfer, eine 81-jährige Frau aus dem Bezirk Melk, gerade einen Betrag von 78.000 Euro beheben wollte. Somit konnte durch die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter des Bankinstituts eine Übergabe verhindert werden. Auch an dem hier vereinbarten Treffpunkt erschienen die unbekannten Täter nicht. Bei den weiteren sechs gemeldeten Betrugsversuchen kam es zu keinen Vereinbarungen bzw. erkannten die Opfer die Betrugsabsichten.