Vorsicht, wenn du deine Maus auf diese Art bewegst

Laut einer neuen Studie kann man die Risikobereitschaft aus den Mausbewegungen von Computernutzern leicht ablesen.

Dass Tech-Unternehmen aufgrund unseres Verhaltens im Internet Rückschlüsse über unsere Vorlieben und Persönlichkeitsmerkmale ziehen, ist nichts Neues. Nun hat aber eine neue Studie herausgefunden, dass nicht nur unsere Klicks und Verweildauern auf verschiedenen Websites aussagekräftig sind, sondern dass auch die Art und Weise, wie wir unsere Maus bewegen, Hinweise auf unseren Charakter geben kann.

Urheber der Studie ist Dr. Paul Stillman von der Ohio State University. Er hat seine Studienteilnehmenden gebeten, an einem Computer verschiedene Aufträge auszuführen. Dazu gehörte auch eine Aufgabe, bei welcher sich die Teilnehmenden entweder dazu entscheiden konnten, eine riskante oder eine sichere Wette abzusetzen. Während die Probanden ihre Auswahl trafen, zeichnete Stillman deren Mausbewegungen auf.

Maus sagt Entscheidung voraus

"Wer eine Entscheidung trifft, tut dies nicht in einem einzelnen Schritt. Viel eher handelt es sich um einen komplexen und dynamischen Prozess, der sich in der Art, wie ein Mensch seine Maus bewegt, widerspiegelt", so Stillman. Tatsächlich konnte der Wissenschaftler von den Mausbewegungen ablesen, welche Probanden sich in ihrer Entscheidung unsicher fühlten.

Außerdem zeigte sich, dass Personen, die sich vom riskanten Angebot in Versuchung geführt fühlten, den Cursor zuerst auf die riskante Wette führten, schließlich aber die sicherere Option anklickten. Es konnte ebenfalls gezeigt werden, dass diese Personen bei späteren Aufgaben mit größerer Wahrscheinlichkeit auf die riskante Auswahlmöglichkeit klickten.

Vorsicht ist geboten

"Tatsächlich konnten wir in vielen Fällen aufgrund dieses Verhaltens genaustens vorhersagen, ob eine Person in Zukunft eine riskante Option auswählen wird oder nicht. Das ist überraschend, denn es gibt nur wenige Fälle, in welchen sich zukünftiges Handeln aufgrund nur einer einzelnen Entscheidung so genau vorhersagen lässt", erklärt Ian Krajbich, der ebenfalls in die Studie involviert war.

Dies zeigt, dass es für Tech-Unternehmen oder Websites wie beispielsweise Onlinecasinos ein Leichtes wäre, das Mausverhalten ihrer Nutzer zu verfolgen und anschließend riskantere Angebote nur jenen Menschen anzeigen zu lassen, bei welchen die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass sie diese tatsächlich anklicken. Es sei daher unglaublich wichtig, stets vorsichtig zu sein und darauf zu achten, wer einen im Internet tatsächlich verfolgt und Informationen speichern darf, schlussfolgern die Forschenden.

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