Vorstand von Hilfsorganisation veruntreute 300.000€

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In Salzburg haben Vorstandmitglieder einer Hilfsorganisation mindestens 300.000 Euro an Spendengeldern für ihr Luxus-Leben veruntreut.

In der Aussendung der Polizei wird die Hilfsorganisation nicht namentlich genannt, doch sie umfasst ungefähr 6.000 Mitglieder und ein offenbar recht hohes Spendeneinkommen. Seit 2016 sollen dabei der 65-jährige Vereinspräsident sowie weitere Mitglieder des Vorstands (zwischen 35 und 73 Jahre alt) Unsummen entgegen der Statuten verwendet haben.

Der Schaden an geprellten Spenden, Förder- und Vereinsgeldern beträgt laut aktuellem Stand über 300.000 Euro. Die Erhebungen durch das polizeiliche Kriminalreferat und Staatsanwaltschaft Salzburg sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Man geht davon aus, dass die Summe auch gut 600.000 Euro erreichen könnte.

Oldtimer, Motorboote, Urlaube

Die Vorstandsmitglieder gönnten sich dadurch ein regelrechtes Luxus-Leben. Neben diverser Fahrzeuge wurden die Gelder auch für die Restaurierung eines Oldtimers, Motorboote, Urlaube, sonstige private Anschaffungen und zur Bestreitung des allgemeinen Lebensunterhaltes ausgegeben.

Licht ins Dunkel brachte erst ein Vereinsmitglied, dem 2019 Ungereimtheiten in der Finanzgebarung des Vereins aufgefallen waren. Daraufhin erstattete es Anzeige bei der Polizei. Die Beschuldigten zeigen sich nicht geständig und verweigern jegliche Aussage. Sie wurden nun, nach Abschluss der Ermittlungen, wegen Untreue und Urkundenfälschung angezeigt.

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