Vorwurfs-Serie gegen Polanski bricht nicht ab

Neue Missbrauchs-Vorwürfe gegen Regisseur Roman Polanski.

Die Vorwürfe gegen Regisseur Roman Polanski nehmen kein Ende. Auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Los Angeles warf ein neues Missbrauchsoper namens "Robin" dem französisch-polnischen Filmemacher vor, sie als 16-Jährige missbraucht zu haben. Über Details zur Tat wollte sie sich nicht äußern.

Die Vorwürfe nehmen kein Ende

Gegen Roman Polanski läuft seit 40 Jahren ein Verfahren wegen Vergewaltigung einer Minderjährigen. 1977 hat er die damals 13-jährige Samantha Geimer auf einer Party im Haus von Schauspieler Jack Nicholson vergewaltigt. Seit seiner Flucht aus den USA lebt Polanski in Frankreich. Das Verfahren gegen ihn läuft aber immer noch - obwohl Samantha Geimer sich für die Einstellung vor Gericht eingesetzt hat. Sie wolle den Fall endlich abschließen und sich nicht länger als Opfer fühlen.

Vorerst keine Anklage

Nun meldete sich eine weitere Frau, die angibt, von Polanski 1973 sexuell missbraucht worden zu sein. Die Verjährungsfrist sei zwar abgelaufen, und vorerst sei auch keine Klage vorgesehen, so Anwältin Gloria Allred, die ihrer Mandantin lediglich zu ihrem Recht verhelfen will. Dennoch sei ihre Mandantin "Robin" jederzeit zu einer Aussage (unter Eid!) bereit, sollte es jemals zu einem Strafprozess gegen den Regisseur kommen.

Polanskis Flucht nach Europa

Polanski, der am Freitag 84 Jahre alt wird, hatte 1977 den Missbrauch der damals 13-jährigen Samantha Geimer zugegeben. Das war damals Teil eines Deals mit der Staatsanwaltschaft. Da ihm jedoch ein schärferes Urteil drohte als im Rahmen des besagten Deals mit der Staatsanwaltschaft vereinbart, floh er kurzerhand vor der Urteilsverkündung nach Europa und kehrte seitdem nie wieder in die USA zurück. Die Schweiz lieferte den Regisseur von "Tanz der Vampire" und "Rosemaries Baby" nicht an die USA aus, sondern verhängte ihm einen Hausarrest.

Offenes Verfahren gegen Polanski

Das Verfahren gegen den Witwer von Hollywood-Beauty Sharon Tate wurde bis heute nicht eingestellt, trotz ausdrücklicher Bitte des Opfers, den Fall nach 40 Jahren endlich ad acta zu legen. Dass Geimer im Juni vor Gericht um Einstellung des Verfahrens gebeten habe, habe sie "wütend gemacht", so "Robin". Sie müsse endlich ihr Schweigen brechen, "damit Samantha und die Welt wissen, dass sie nicht das einzig minderjährige Opfer von Roman Polanski" seien. "Ich bin immer noch nicht darüber hinweg", fügte sie emotional hinzu.

Polanski müsse für sein "kriminelles Verhalten gegenüber Samantha Geimer" zur Rechenschaft gezogen werden, so die Mandantin. Polanskis Anwalt war für eine Stellungnahme vorerst nicht zu erreichen.

(HH)

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