VP fordert neue Wege in Wiener Stadtplanung

Die ÖVP will Wien türkiser machen und will neue Wege in der Stadtplanung gehen. (v.l.n.r. Landesgeschäftsführer Bernadette Arnoldner, Landesparteichef Gernot Blümel, Klubchefin Elisabeth Olischar und Stadtrat Markus Wölbitsch). (c) ÖVP WIen
Die ÖVP will Wien türkiser machen und will neue Wege in der Stadtplanung gehen. (v.l.n.r. Landesgeschäftsführer Bernadette Arnoldner, Landesparteichef Gernot Blümel, Klubchefin Elisabeth Olischar und Stadtrat Markus Wölbitsch). (c) ÖVP WIenBild: zVg
Wien muss türkiser werden, findet die ÖVP und startet nun in den Vorwahlkampf. Mit neuen Webauftritten und Events wollen die Stadt-Türkisen stärker werden.
Genau drei Jahre nach seiner Wahl zum Landesparteiobmann der ÖVP Wien stellte Bundesminister Gernot Blümel heute Ideen vor, mit denen Wien besser und sicherer werden soll.

"Es ist uns von Beginn an darum gegangen, die Herausforderungen anzupacken. Eine davon war, die Partei im Sinne des Evolutionsprozesses jünger, moderner und weiblicher zu machen. Das ist uns gelungen, 50 Prozent der Führungsfunktionen sind heute weiblich besetzt. Und wir haben uns zur lautesten und effektivsten Oppositionspartei entwickelt", unterstrich Blümel. Gemeinsam mit Landesgeschäftsführerin Bernadette Arnoldner, dem nicht amtsführenden Stadtrat Markus Wölbitsch und Klubobfrau Elisabeth Olischar präsentierte er einige Ideen, wie Wien türkiser werden soll.

Wiener Landespartei nun endgültig Türkis



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Dazu zählt etwa das ganzheitliche "Re-Branding" der ÖVP zur türkisen Stadtpartei. "Wir haben neue Logos, die neue Linie wird auf all unseren Kanälen präsent sein", erklärt Arnoldner. Etwa auch bei den neuen Webseiten der ÖVP Wien und einer Kampagnen-Seite.

Derzeit liege die ÖVP Wien bei Umfragen zur Wien-Wahl bei rund 16 Prozent. Um diesen Wert weiter nach oben zu treiben, wolle man Dinge klar ansprechen und Probleme beim Namen nennen. "Wir packen Herausforderungen an und lösen sie im Sinne der Menschen", so Blümel.

VP setzt auf Mix aus Digital- und Analog-Kommunikation

Türkis sei mehr als nur eine Farbe, sondern eine Grundhaltung, eine Frage des Anpackens und des Stils, betonte Arnoldner. Künftig will die ÖVP Wien einen starken Fokus auf aktive Bürgerbeteiligung besonders im digitalen Raum mit dem Schwerpunkt in den Bezirken setzen. "Aber wir sind nicht nur digital, sondern auch analog bei den Menschen in der Stadt unterwegs", so Arnoldner. Als Beispiele nannten sie die Kampagne im Gemeindebau zur Mindestsicherungsreform, die Hausbesuchstouren in den Bezirken oder Veranstaltungen wie "Grüß Gernot" oder "Büroschluss".

Neue Formate in den Wiener Grätzeln

Ab Ende April soll es mit "Sag's dem Blümel" auch ein neues Format in den Flächenbezirken geben, wo die Wiener direkt mit dem VP Wien-Chef in Kontakt treten und diskutieren können. Im Rahmen des Programms "Aufbruch im Grätzl" soll bei Ideen-Workshops in allen Bezirken die Grundlage für das Wahlprogramm der VP-Bezirksparteien erarbeitet werden.

Wien soll sicherer und besser werden

"Es braucht mehr Türkis, damit Wien sicher, vorne und besser ist", forderte Wölbitsch und zählte eine Reihe von Bereichen auf, wo es besser ginge. Etwa bei der Reform der Mindestsicherung, der Einführung von Tourismuszonen, der Sicherheit und dass die steuerfinanzierte Sozialleistung Gemeindewohnung auch dort ankommt, wo sie wirklich gebraucht wird oder bei dem endgültigen Aus für Gangbetten in Wiens Spitälern.

"Wasser in Stadt besser nutzen"

Auch in der Stadtplanung müsse vieles besser werden, erklärte Planungssprecherin und Klubchefin Olischar. Etwa beim Handelskai, in dem die ÖVP Wien ein ungenütztes Potential sieht. "Zeigen Sie mir eine Stadt, die das Wasser weniger für Freizeit oder Wohnen nutzt als Wien", so Blümel.

Wien sei in der Nutzung des Wassers in der Stadt noch sehr unterentwickelt, kritisiert die ÖVP. Mit schwimmenden Märkten oder einer Hausboot-Kultur könnte das geändert werden. Bei der Stadtplanung will Olischar stärker auf Innovation, Partizipation und Interaktion setzen. "Wir haben im vergangenen November bei einem 'Architecture Slam' vorgezeigt, wie es besser geht. Dabei wurden live vor Publikum drei Projekte für den Bereich des Handelskai zwischen Reichsbrücke und Brigittenauer Brücke präsentiert. Die Zuseher stimmten über die besten Ideen ab, die dann direkt vor Ort in ein viertes 'Hybrid'-Projekt mündeten", so Olischar.

Das Modell zum Projekt Handelskai kann noch bis zum 8. April in der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse 7 (City) besichtigt werden. (lok)

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