Wirtschaft

VW-Rückrufaktion soll im Jänner starten

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:20

Volkswagen zieht nach dem Abgas-Skandal, dessen finanzielle Folgen für das Unternehmen noch nicht abschätzbar sind, die Konsequenzen. Chef Matthias Müller sagte bei einer Betriebsversammlung am Dienstag, dass alle geplanten Investitionen noch einmal geprüft werden und der Sparkurs verschärft wird. Viele VW-Mitarbeiter zittern um ihre Jobs. Der Rückruf der betroffenen Fahrzeuge soll im Jänner starten und alle Manipulationen bis Ende 2016 behoben sein.

Volkswagen zieht nach dem , dessen finanzielle Folgen für das Unternehmen noch nicht abschätzbar sind, die Konsequenzen. Chef Matthias Müller sagte bei einer Betriebsversammlung am Dienstag, dass alle geplanten Investitionen noch einmal geprüft werden und der Sparkurs verschärft wird. Viele VW-Mitarbeiter zittern um ihre Jobs. Der Rückruf der betroffenen Fahrzeuge soll im Jänner starten und alle Manipulationen bis Ende 2016 behoben sein.

Gleich in seiner ersten Rede nach seiner Wahl zum neuen Firmenchef musste Müller vor 20.000 Beschäftigen in Wolfsberg unpopuläre Maßnahmen verkünden. Beim bereits unter Vorgänger Martin Winterkorn eingeleiteten Sparkurs müsse "nachjustiert" werden, so Müller.

"Das wird nicht ohne Schmerzen gehen", sagte der VW-Chef, ohne die Streichung von Arbeitsplätzen auszuschließen. Der VW-Betriebsrat hingegen versicherte ebenfalls am Dienstag, dass es "noch keine Konsequenzen für Arbeitsplätze" gebe.

"Massiv unter Druck"

Die Finanzplanung sei "massiv unter Druck", man werde "alle geplanten Investitionen nochmals auf den Prüfstand" stellen, sagte Müller bei der Rede, die auch auf Leinwände projiziert wurde. Außerdem lauschten Betriebsratsvorsitzende rund um den Globus seinen Worten. Müller kündigte eine schnelle und schonungslose Klärung der Affäre an.

Die Rückrufaktion soll im Jänner beginnen. "Bis Ende 2016 sollten dann alle Autos in Ordnung sein", sagte Müller gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Teilweise kann die Manipulation durch Eingriff in die Software behoben werden, teilweise muss jedoch auch direkt am Motor gearbeitet werden. Die Software-Lösung soll bis zur Jahresmitte umgesetzt sein, die Hardware-Lösung spätestens Ende des nächsten Jahres.

Trotz der Krise gab sich der VW-Boss Mühe, Optimismus zu versprühen: "Wir können und werden diese Krise bewältigen, weil Volkswagen ein Konzern mit starker Substanz ist", unterstrich Müller. Er versuchte auch, die Kunden zu beruhigen. Alle manipulierten Fahrzeuge, darunter 364.000 in Österreich, seien sicher und fahrbereit.

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