Um eine schmucke Jahrhundertwende-Villa in einer der schönsten Lagen der Wachau tobt ein skurriler Rechtsstreit: Die Behörden haben die Zufahrt zu dem Anwesen gesperrt, obwohl der Weg mit Servitutsrecht seit 1901 im Grundbuch eingetragen war. Besitzer Franz Stieger glaubt an ein Revanche-Foul, weil er die Gerichte geärgert hat.
Wenn Behördenvertreter in der Wachau den Namen Franz Stieger hören, dann ändert sich ihre Gesichtsfarbe schlagartig in Richtung purpur. Seit Jahren ist der streitbare Kremser im Clinch mit Polizei, Justiz und Politikern. Ursache für den Kleinkrieg ist der Kampf um eine Busbucht in Rohrendorf, welche sich auf Stiegers Grund befindet, die Gemeinde aber für sich beansprucht. Zahlreiche Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft sind anhängig.
Nun bricht eine weitere Front im Match Stieger gegen Behörden los. Denn ein Gericht hat entschieden, dass Stieger die Zufahrt zu seiner Villa in Weißenkirchen nicht mehr benutzen darf, obwohl es für das historische Gebäude einen Servitutsvertrag aus dem Jahr 1901 gibt. Somit ist Stiegers Anwesen nur über einen 40 Zentimeter breiten Pfad oder via Hubschrauber erreichbar. Stieger: Das ist die Rache der Behörden. Man will einen unangenehmen Bürger mundtot machen.