Wärmebild rettet verlorenen Wanderer in Turnschuhen

Hier wurde der Wanderer (49) ausgemacht.
Hier wurde der Wanderer (49) ausgemacht.LPD Salzburg
Die deutschen Behörden forderten am Wochenende den Einsatz eines Polizeihubschraubers aus Österreich an. Dieser konnte einen Vermissten aufspüren.

Die grenzübergreifende Suche nach einem abgängigen 49-Jährigen hatte Erfolg. Der tschechische Wanderer war zusammen mit einer Begleiterin (52) bereits am Samstag von Berchtesgaden (Deutschland) aus auf den Hohen Göll aufgestiegen.  Am frühen Nachmittag trennten sich das Paar am Berg. Der Mann wollte auf Grund der Schneefelder wieder absteigen, währenddessen die 52-jährige Frau in Richtung Stahlhaus weiterging.

Der 49-jährige Tscheche war nur mit Turnschuhen ausgerüstet und kletterte im weglosen Gelände ca. 600 Höhenmeter bergab, bis er ca. 20 Meter vor dem Wandfuß weder vor noch zurückkam. Der Wanderer blieb in einer Felsnische sitzen. Am Nachmittag des 13. Juni 2021 erstattete die Frau eine Abgängigkeitsanzeige in Deutschland, da der 49-Jährige noch nicht im Tal angekommen war.

Austro-Heli sorgt für glückliches Ende

Auf Grund der einsetzenden Dunkelheit forderten die Kräfte die FLIR Maschine der österreichischen Polizei an. Mit der Wärmebildkamera konnten die Beamten den Vermissten in einer steilen Felswand auf ca. 1900 m Seehöhe lokalisieren. Die Bergrettung Golling stieg um 23.00 Uhr mit neun Mann zum Vermissten auf.

Die Retter konnten bis auf wenige Meter zu dem Wanderer gelangen, jedoch war eine Rettung nur mittels Seilbergung vom Hubschrauber aus möglich. Gegen 2.00 Uhr konnte ein Flugretter mit der Seilwinde aus dem Edelweiß 6 zu dem Vermissten abgeseilt werden und ihn aufnehmen. Der Wanderer konnte nahezu unverletzt gerettet werden.

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