Ein 82-jähriger Milliardär mit einer 31-jährigen Blondine ergibt ein starkes Bild, dachte Pressefotograf Daniel Raunig. Also lichtete er beim Beachvolleyball-Event in Klagenfurt Waffenproduzent Gaston Glock mit seiner Frau Kathrin ab. Danach erlebte Raunig Skurriles.
Ein Besuch im VIP-Zelt am Sonntag beim Beachvolleyball- Finale in Klagenfurt könnte Waffenproduzent Gaston Glock 15.000 Euro kosten. Denn der Kärntner Pressefotograf Daniel Raunig (38) wird den Milliardär auf Entschädigung klagen. Die Vorgeschichte: Mit Erlaubnis des illustren Paares lichtete Raunig den Waffen-Zar (82) und seine Frau Kathrin (31) ab. Der Fotograf: "Frau Glock suchte sich aus fünf Bildern eines aus, das ich dann an Zeitungen verschickte." Eine Stunde später knipste Raunig gerade die Siegerehrung, als die Glocks ihn unangenehm überraschten.
Grotesker Vorfall
Raunig: "Plötzlich packten mich zwei Bodyguards und drängten mich zum Tisch des Ehepaares. Dort musste ich das Copyright an meinem Bild der Glock-Press abtreten." Höhepunkt des Zwischenfalls: Der Milliardär soll dem baffen Fotografen mit einer Spritzpistole ins Gesicht geschossen und gekichert haben: "Sind Sie froh, dass die nicht echt ist!" (Es gilt die Unschuldsvermutung.) Raunigs Konter: Montag schaltete er Kärntens Top-Anwalt Alexander Todor-Kostic ein. Der sagt: "Geld macht unabhängig, aber nicht vom Gesetz. Ich freue mich auf das Verfahren."