Waffenhersteller Colt droht die Pleite

Bild: Reuters
Der amerikanische Waffenhersteller Colt hat am Montag Insolvenz angemeldet. Ein Hedgefonds will das Unternehmen retten. Der laufende Betrieb ist nicht betroffen.
Der amerikanische Waffenhersteller hat am Montag Insolvenz angemeldet. Ein Hedgefonds will das Unternehmen retten. Der laufende Betrieb ist nicht betroffen.
Die Traditionsmarke hat 355 Millionen Dollar Schulden, berichtet das "Wall Street Journal", und kann seine Gläubiger nicht mehr bedienen. In einer geregelten Insolvenz soll das Unternehmen neu strukturiert werden.

Der Hedgefonds Sciens Capital Management kontrolliert das Unternehmen und will nun einen Großteil der Firmenanteile übernehmen.

Probleme zeigten sich bereits im Mai

Im Mai konnte Colt eine Rechnung über 10,9 Millionen Dollar nicht bezahlen und hat die Finanzaufsichtsbehörde über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit informiert. Die 30-tägige Gnadenfrist der Behörde ist nun mit 14.Juni verstrichen.

Die Probleme der Waffenmarke sind allerdings nicht neu. Wirtschaftliche Probleme und eine Insolvenz gab es bereits in den 1990er Jahren. Auch in den vergangenen Jahren gab es Absatzeinbrüche, und 2013 verlor Colt einen Milliardenauftrag der US-Armee.

Mit einer Geldspritze von 20 Millionen Dollar soll der laufende Betrieb der aus zahlreichen Filmen bekannten Kultmarke aufrecht erhalten werden.
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