Waffenruhe im Gazastreifen hält

Bild: Bernat Armangue (AP)

Die Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden Hamas hat zunächst gehalten. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte am Donnerstag, seit Mitternacht habe es keine Raketenangriffe mehr auf israelische Städte gegeben. Auch Israels Luftwaffe habe keine Ziele im Gazastreifen angegriffen.

herrschenden Hamas hat zunächst gehalten. Eine Armeesprecherin in Tel Aviv sagte am Donnerstag, seit Mitternacht habe es keine Raketenangriffe mehr auf israelische Städte gegeben. Auch Israels Luftwaffe habe keine Ziele im Gazastreifen angegriffen.

Am Mittwochabend seien noch nach offiziellem Beginn der Waffenruhe fünf Raketen auf Israel abgefeuert worden. Die Schulen im Umkreis von bis zu 40 Kilometern Entfernung vom Gazastreifen blieben am Donnerstag noch geschlossen. Die Armee rief die Bevölkerung dazu auf, weiterhin wachsam zu sein.

Nach einwöchiger blutiger Konfrontation hatten sich Israel und die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas auf Vermittlung Ägyptens auf eine Feuerpause geeinigt. Das vorläufige Ende der Gewalt wurde international mit Erleichterung aufgenommen, die Menschen im Gazastreifen feierten die Waffenruhe als Sieg "des Widerstands".

US-Unterstützung für Raketenschild

Israels Verteidigungsminister Ehud Barak hat nach Angaben des Pentagon die Effektivität des Raketenabwehrsystems "Iron Dome" (Eiserne Kuppel) im jüngsten Nahost-Konflikt gelobt. Das System habe 85 Prozent der Raketen aus dem Gazastreifen auf die israelische Zivilbevölkerung abgefangen, sagte Barak in einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Leon Panetta.

Dadurch habe es Israel militärischen "Entscheidungsspielraum" verschafft, meinte Barak nach Angaben des Pentagon. Panetta erklärte, er blicke bereits in die Zukunft, "um das System zum Nutzen von Israels Sicherheit weiterzuentwickeln". Bereits zuvor hatte US-Präsident Barack Obama Israel zusätzliche finanzielle Unterstützung zum Ausbau des Raketenabwehrsystems zugesagt.

Extremisten festgenommen

Festnahmewelle nach der Waffenruhe: Israel hat in der Nacht im Westjordanland 55 mutmaßliche Mitglieder radikaler Palästinenserorganisationen festgenommen.

Die Armee teilte mit, unter den Festgenommenen seien mehrere ranghohe Mitglieder von Terrorgruppen.

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