Wahlen in Moldau – nimmt das Land Kurs Richtung EU?

Wahlen in Moldau
Wahlen in MoldauAurel Obreja / AP / picturedesk.com
Moldau hat ein neues Parlament gewählt. Die Wahlen gelten als Richtungsentscheidung, pro-europäische Kräfte haben erstmals Chancen auf eine Mehrheit.

Die Bürger und Bürgerinnen der Republik Moldau haben bei einer richtungsweisenden Abstimmung ein neues Parlament gewählt. Bis zum Sonntagnachmittag hatten laut zentraler Wahlkommission mehr als ein Drittel der 3,3 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben - damit ist die Abstimmung gültig. Bei der Verteilung der 101 Sitze geht es maßgeblich darum, ob Moldau den Kurs Richtung EU einschlagen kann, den Präsidentin Maia Sandu anstrebt, berichtet die APA.

Mehrere Wahllokale in der Hauptstadt Chisinau waren gut besucht, schon am Vormittag bildeten sich langen Schlangen auch vor Wahllokalen im Ausland - darunter in Berlin, Frankfurt und Paris.

Präsidentin Sandu sagt Korruption den Kampf an

Präsidentin Sandu hatte die Wahl am Vormittag als entscheidend bezeichnet. "Heute ist ein wichtiger Tag, denn heute können die Bürger sich von Dieben befreien und ein ehrliches Parlament wählen", sagte die 49-Jährige nach ihrer Stimmabgabe vor Journalisten. Die in den USA ausgebildete Ökonomin hat vor allem der Korruption in ihrem verarmten Land den Kampf angesagt.

Sandus Mitte-Rechts-Partei PAS dürfte Umfragen zufolge mit 35 bis 37 Prozent der Stimmen stärkste Kraft werden. Dem Bündnis von Sozialisten und Kommunisten unter Führung von Dodon und Ex-Präsident Wladimir Woronin wurden 21 bis 27 Prozent vorausgesagt. Insgesamt sind mehr als 20 Parteien und Blöcke zugelassen.

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