Politik

Wahlkarten heuer Zünglein an der Waage

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:45

Neuer Rekord bei den Briefwahlen: 668.658 Österreicher, das sind mehr als zehn Prozent der 6,4 Mio. der Wahlberechtigten, haben für diese Wahlen eine Wahlkarte beantragt.

Heuer könnte es knapp werden bei der Nationalratswahl: Schafft das BZÖ wieder, den Einzug ins Parlament, werden die NEOs erstmals vertreten sein? Wie schneidet Frank Stronach ab? Die Briefwahlstimmen könnten heuer den Ausschlag geben, heißt es aus dem Innenministerium.

Denn: In allen Bundesländern wurden heuer mehr Wahlkarten ausgestellt als bei der Wahl vor fünf Jahren. Dabei verzeichnen Vorarlberg und die Steiermark mit mehr als 20 Prozent den größten Zuwachs. Niederösterreich mit 118.826 Wahlkarten weist hingegen nur um rund fünf Prozent mehr Wahlkarten aus, als 2008.

Die meisten Briefwähler haben ihre Stimme schon abgegeben. Diese müssen heuer bereits am Sonntag bei den Wahlbehörden liegen. Nur Wien und Graz haben das Angebot der Post genützt, am Sonntag um 10.00 Uhr noch einmal die Briefkästen zu leeren und die Stimmkarten zuzustellen.

Im vorläufigen Endergebnis von Sonntag Abend werden die meisten Briefwahl-Stimmen allerdings nicht enthalten sein. Diese werden erst am Montag ausgezählt. 

Bereits am Sonntag mitgezählt werden nur die Wahlkarten, die im eigenen Wahlkreis abgegeben werden. Das waren bei den vorigen Wahlen um die 140.000. Jene Wahlkarten, die am Sonntag in fremden Wahlkreisen abgegeben werden, erst am Donnerstag.

Nicht alle Parteien profitieren

Von den Vorzugsstimmen profitieren laut Politologe Peter Filzmaier vor allem die ÖVP, die Grünen und die NEOS.

 

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