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Wahllokale mussten länger offen halten

Heute Redaktion
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Bei der Parlamentswahl in Ungarn zeichnete sich schon am Vormittag eine rekordverdächtige Wahlbeteiligung ab. Die Wahllokale hielten sogar länger offen.

Am Sonntag wählte Ungarn die 199 Abgeordneten der Volksvertretung. Schon bis um 11 Uhr am Vormittag – um 6 Uhr öffneten die Wahllokale – haben etwa 30 Prozent der acht Millionen Wahlberechtigten ihr Stimmrecht in Anspruch genommen. Um 18.30 Uhr lag die Beteiligung schon bei mehr als 68 Prozent. Im Vergleich dazu betrug sie vor vier Jahren insgesamt nur 61 Prozent.

Ursprünglich sollten die Wahllokale bis 19 Uhr offen haben. Aufgrund der langen Menschenschlangen konnten einige Stellen allerdings nicht vor 21.30 Uhr schließen. Alle Personen, die bis um 19 Uhr vor Ort waren, sollten ihre Stimme noch abgeben dürfen.

Erste aussagekräftige Auszählungsergebnisse sollen erst gegen Mitternacht vorliegen, wenn überhaupt.

Wahlbüro-Website down

Die Website des Nationalen Wahlbüros war aufgrund von Überlastung am Sonntag ebenfalls zeitweise nicht erreichbar. Einzelne Funktionen konnten nicht aufgerufen werden. Unter anderem war es nicht möglich, eine "Mobile Urne" anzufordern.

Die Opposition reagierte empört und warf dem Wahlbüro "Fahrlässigkeit oder Absicht" vor. Dieses verteidigte sich und begründete den Absturz der Site schlichtweg mit "plötzlicher Überbelastung".

Orbans Fidesz Favorit

Als klarer Favorit bei der Parlamentswahl gilt Viktor Orbans regierende rechtsnationale Partei Fidesz, die schon seit 2010 mit Übermacht regiert. Laut Experten müsse die Regierungspartei aber voraussichtlich mit starken Einbußen rechnen. Eine Zwei-Drittel-Mehrheit, wie Fidesz sie bei den letzten beiden Parlamentswahlen erreichen konnte, scheint diesmal unwahrscheinlich – dazu trägt auch die hohe Wahlbeteiligung bei. So prophezeiten Umfragen Orbans Partei einen Verlust der Mehrheit, sollte die Wahlbeteiligung bei mehr als 70 Prozent liegen.

Premier Orban setzte im Wahlkampf klar auf einen harten Kurs in Sachen Flüchtlingspolitik. "Nachdem Bayern, Italien, Tschechien und Österreich klargemacht haben, dass sie gegen Immigration sind, ist nun Ungarn an der Reihe", sagte der Parteichef in einem Interview mit "Origo". Bei seiner Stimmabgabe in der Früh bekräftigte er zudem für die nationalen Interessen Ungarns kämpfen zu wollen.

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    (red)