Österreich

Währing: Aufregung um (k)eine Begegnungszone

Heute Redaktion
13.09.2021, 21:05

"Die Grünen beabsichtigen die überraschende Errichtung einer Begegnungszone " in der Währinger Straße, schlägt Anwalt List Alarm. Stimmt nicht, kontert die Bezirkschefin.

Vom 22. Mai bis 31. August 2018 wird die MA 31 (Wiener Wasser) in der Währinger Straße zwischen Gürtel und Aumannplatz die Wasserrohre erneuern.

Da ruft nun Rechtsanwalt Wolfgang List auf den Plan. "Diese Aktion kam völlig unerwartet und unangekündigt, so dass sich die Geschäftsleute der Währinger Straße überhaupt nicht darauf einstellen konnten. Bemerkenswert ist auch, dass diese Baumaßnahmen am 05.03.2018 im Umweltausschuss mit den Stimmen der SPÖ und Grünen entgegen den warnenden Einwendungen der ÖVP, FPÖ und Neos beschlossen wurden", so List in einer Aussendung.

Grüne wiederholen "den Fehler der Mariahilferstraße"

"Das Fass zum Überlaufen bringt aber das nunmehr bekannt gewordene Detail, dass Frau Bezirksvorsteherin Silvia Nossek beschlossen hat, die Währinger Straße zu einer Begegnungszone zu machen und in diesem Zusammenhang Bäume vor den Geschäftslokalen zu pflanzen und sonstige diesbezügliche Baumaßnahmen zu setzen, welche in der Summe den Steuerzahler zirka 1 Million Euro kosten wird", so der Anwalt weiter. Er befürchtet, dass "die Grünen den Fehler der Mariahilferstraße" wiederholen könnten.

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Währings Bezirkschefin spricht von "Fake News"

"Stimmt nicht", so Währings Bezirkschefin Silvia Nossek (Grüne) zu "Heute". Im Zuge des Wasserrohr-Tauschs würden "längst fällige Renovierungen" durchgeführt. "Nach Ende der Bauzeit wird die Verkehrsorganisation genau so sein wie vorher", verspricht sie. Man werde aber diese "Jahrhundertchance" des Rohrtauschs nutzen, und neue Bäume pflanzen. Außerdem sollen die Gehsteige dort verbreitert werden, wo ohnehin Halten und Parken verboten ist, so Nossek. "Es fallen keine Parkplätze weg", versichert sie. Und: Die Ampelanlage bei der Kreuzung mit der Martinstraße wird modernisiert. "Es gibt hier keine Fußgängerampel. Dieser Missstand wird im Zuge der Arbeiten auch gleich behoben.

"Wer immer hier versucht, mit Falschmeldungen wie einer völligen Sperre der Währinger Straße während der Bauzeit schlechte Stimmung zu machen und für Unruhe zu sorgen, der tut dies auf dem Rücken der Geschäftsleute", so Nossek. "Das Wichtigste für die Geschäftsleute ist, dass die Kundinnen und Kunden wissen, dass ihre Währinger Straße auch während der Bauzeit gut erreichbar und für sie da ist. Was sie gar nicht brauchen können, sind irreführende Fake-News."

(ck)