Ein rund acht Meter langer Wal ist am Montag im Überseehafen von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern aufgetaucht. Das Tier wirkt laut Landesumweltministerium in Schwerin vital und taucht regelmäßig auf und wieder ab. Die Situation wird laufend beobachtet und das weitere Vorgehen stimmen die zuständigen Behörden miteinander ab. Um welche Walart es sich genau handelt, kann derzeit noch nicht abschließend gesagt werden.
Schon in den vergangenen Wochen wurde vor der deutschen Ostseeküste immer wieder ein Buckelwal gesichtet. Nach Beobachtungen in der Kieler Förde zeigte sich das Tier später auch in der Flensburger Förde. Die Behörden in Schleswig-Holstein gehen davon aus, dass es sich dabei um einen Wal handelt, der zuvor bereits in Schottland und Dänemark gesehen worden war.
Ob der Wal, der jetzt vor Wismar gesichtet wurde, tatsächlich dasselbe Tier ist, ist derzeit noch unklar. Laut Angaben wurde der Wal am Montag gegen 9 Uhr vom Hafenamt bei der Wasserschutzpolizei gemeldet. Die geschätzte Länge von etwa acht Metern basiert auf ersten Beobachtungen.
Das wichtigste Ziel aller Maßnahmen ist es, dem Wal eine möglichst ungestörte Rückkehr in tiefere Gewässer zu ermöglichen und zu verhindern, dass er strandet oder anderweitig in Gefahr gerät. Die Wasserschutzpolizei bittet Sportbootfahrer und Wassersportler in der Zwischenzeit, möglichst großen Abstand zum Wal zu halten.
Zuletzt hat von Anfang März bis Mai das Schicksal des Buckelwals, der als Timmy bekannt wurde, viele Menschen und die Behörden beschäftigt. Wochenlang irrte er vor der deutschen Ostseeküste umher, strandete dabei mehrmals vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern und blieb unter anderem auch in der Wismarer Bucht stecken.