Walchhofer gegen Schröcksnadel: "Er ist nicht der ÖSV!"

Walchhofer und Schröcksnadel
Walchhofer und Schröcksnadelpicturedesk
Am Mittwoch gab Michael Walchhofer überraschend seinen kompletten Rückzug aus dem ÖSV bekannt. Jetzt klärt er auf, wie es dazu kam.

Der ehemalige Abfahrer galt lange Zeit sogar als Favorit für die Nachfolge von ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel - am Ende wurde es Überraschungskandidat Karl Schmidhofer. Im Gespräch mit der APA erklärt Walchhofer, warum er nicht Präsident wurde und wieso er sich nun komplett zurückzieht.

Ein Zwist mit Schröcksnadel brachte die Lawine ins Rollen: "Seine Vorgangsweise war für mich nicht nachvollziehbar, eher enttäuschend. Es war ja insgesamt nichts Kompliziertes. Ich habe von Anfang an Klartext geredet. Aber wie er dann vorgegangen ist, das war alles andere als in Ordnung."

"Es war mir wichtig gleich klar zu machen, was ich mir vorstelle. Nur unter diesen Bedingungen war es für mich sinnvoll, Präsident zu sein. Wenn das nicht gewünscht ist, ist das aber kein Problem. Dann soll es wer anderer machen. Ich war nie deprimiert deswegen. Ich wollte ja nicht mit aller Gewalt ÖSV-Präsident werden. Aber wenn, dann nach meinen Vorstellungen und nicht jenen von Schröcksnadel", legt Walchhofer gegen den 80-Jährigen nach.

Schröcksnadel betonte, dass Walchhofer den ÖSV zu wenig kenne und ihn komplett umkrempeln wolle. Daher fiel die Wahl schlussendlich auf Schmidhofer.

"Von meiner Seite ist in keinster Weise böses Blut oder Groll gegen den Verband da. Ich habe mit den Landesverbandspräsidenten und den ÖSV-Mitarbeitern sogar ein sehr, sehr gutes Verhältnis nach wie vor. Nur mit Schröcksnadel hatte ich zuletzt eben keinen Kontakt mehr. Aber er ist ja wie gesagt nicht der ÖSV, das muss man unterscheiden. Ich werde den Skiverband, wenn es gewünscht ist, weiter gerne unterstützen", erklärt der Hotelier aus Zauchensee.

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