Österreich

Wald im Fußballstadion: FPÖ kritisiert Kunstprojekt

Am Donnerstag wurde das Kunstprojekt "For Forest" im Klagenfurter Wörthersee Stadion den Medien präsentiert. Kritik kam von der FPÖ.

Heute Redaktion
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Mit 299 Bäumen im Stadion gilt "For Forest" als Österreichs größte Kunstinstallation. Am Donnerstag wurde sie erstmals den Medien präsentiert. Bei der Pressekonferenz zur Eröffnung des Stadionwalds waren rund 100 Journalisten aus aller Welt anwesend, sogar aus den USA.

Mahnmal gegen den Klimawandel

Bei dem Kunstprojekt wurden nach dem Vorbild der Zeichnung "Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur" von Max Peintner fast 300 bis zu 14 Meter hohe Bäume im Klagenfurter Wörthersee-Stadion aufgestellt. Die Installation ist ab Sonntag bis Ende Oktober bei freiem Eintritt zu besichtigen. Für den Schweizer Initiator Klaus Littmann ist die Installation durchaus auch als Mahnmal gegen den Klimawandel zu verstehen.

Der Macher zeigte sich bei der Präsentation erfreut und entspannt: "Es hat sehr sehr gut funktioniert, eigentlich besser als ich es erwartet habe". Erstmals durfte die Öffentlichkeit die Bäume im Wörthersee Stadion bewundern.

Mit der aktuellen Klimakrise trifft Littman mit seinem Projekt auf unheimliche Weise den Nerv der Zeit: "Ich hoffe auch, dass der ein oder andere sich dann wirklich hinsetzt und sich sagt, was sehe ich da eigentlich und wie gehe ich mit der Natur und dem Wald um. Ist es überhaupt zeitgemäß, was wir machen. Es stellen sich automatisch viele Fragen. Das dies ein Bild ist, dass um die Welt geht, da bin ich davon überzeugt", so der Schweizer.

WAC muss in anderes Stadion ausweichen

Landeshauptmann Peter Kaiser verteidigt die Kunstinstallation. Auch wenn der WAC für seine Spiele in der Europa League nach Graz ausweichen muss. Der Vertrag zwischen Littmann und der Sportpark-Gesellschaft wurde nämlich schon 2017 abgeschlossen. "Ich freue mich riesig für den WAC und auch für die Austria Klagenfurt und deren Erfolge, aber Verträge sind einzuhalten. Ich würde mir wünschen, dass wir zwei Erfolge feiern, mit dem WAC in der Europa League und mit For Forest, dass Kärnten über die Grenzen hinaus einmal mehr in den Mittelpunkt rückt", so Kaiser.

Zudem betonte er, dass das Land Kärnten kein Geld in das Projekt gesteckt hat. Die FPÖ hingegen hält von der Installation nicht viel. Sie lud am Donnerstag zu einer Gegenveranstaltung zu "For Forest" in den Gastgarten eines Lokals in Klagenfurt, wo sie 300 kleine Bäume an die Kärntnerinnen und Kärntner verteilten.

FPÖ: "Das wird Lacher auf uns ziehen"

Parteiobmann Gernot Darmann erklärte, dass das Projekt kein Mahnmal für die Klimapolitik sei: "Dieses sogenannte Kunstprojekt ist ein Mahnmal für eine abgehobene und weltfremde Kärntner Politik. Das wird die Lacher auf uns ziehen". Zudem kritisierte er, dass Steuergeld in die Installation geflossen sei.

Auch in den sozialen Netzwerken wurde das Projekt teilweise negativ beurteilt.