An der französischen Atlantikküste wüten weiterhin großflächige Waldbrände. Besonders betroffen ist die Region rund um Bordeaux, wo Einsatzkräfte fieberhaft versuchen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron lobte bei einem Besuch der Einsatzleitung in Bordeaux die Arbeit der Feuerwehr und versprach: "Wir werden diesen Kampf zum Schutz der Bevölkerung gewinnen." Insgesamt sind rund 2.500 Feuerwehrleute, 18 Löschflugzeuge und 1.500 Soldaten in der Region im Einsatz. Unterstützung kommt nicht nur aus ganz Frankreich, sondern auch aus dem Ausland.
Wie orf.at berichtet, ist es französischen Experten erstmals gelungen, das Auftreten einer sogenannten "Feuerwolke" (Pyrocumulonimbus) zu bestätigen. Diese riesigen Wolkenstürme sind gefährlich, da sie eigene Winde und Blitze erzeugen – bisher kannte man das Phänomen vor allem aus Australien und den USA.
Unterdessen kämpfen in Portugal mehr als tausend Einsatzkräfte gegen zahlreiche Waldbrände, die sich vor allem im Zentrum und Norden des Landes ausbreiten. Laut Behörden sind rund zwanzig Löschflugzeuge und Hubschrauber im Einsatz.
Die größten Feuer wüten in den Regionen Braga und Bragança im Norden sowie bei Santarém im Zentrum. Dort wurden zuletzt Temperaturen bis zu 39 Grad gemessen. Fast im ganzen Land herrscht wegen der hohen Temperaturen eine sehr hohe oder maximale Brandgefahr – lediglich an den Küsten ist das Risiko laut Wetterdienst etwas niedriger.