In der Türkei haben am Mittwoch in mehreren beliebten Urlaubsregionen heftige Waldbrände gewütet. Starker Wind hat die Flammen zusätzlich angefacht. Besonders betroffen war ein Brandherd in der Provinz Mugla an der Südwestägäis. Dort waren fünf Flugzeuge, achtzehn Hubschrauber, mehr als 90 Fahrzeuge und Hunderte Einsatzkräfte im Einsatz, wie das Landwirtschaftsministerium über X bekanntgab.
"Mit den Löschmaßnahmen unserer Teams aus der Luft und am Boden arbeiten wir unermüdlich daran, das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bringen", erklärte das Ministerium. Zu dem Beitrag wurde ein Foto veröffentlicht, das einen Hubschrauber vor einem gelb verfärbten Rauchhimmel zeigt.
Laut Medienberichten musste die Autobahn zwischen den bei Urlaubern beliebten Städten Antalya und Fethiye wegen des dichten Rauchs gesperrt werden. Der private Sender NTV meldete außerdem, dass die antike Stätte von Olympos für Besucher nicht mehr zugänglich war.
Nach Angaben der Präfektur von Mugla ist das Feuer in einem landwirtschaftlichen Zentrum ausgebrochen und dann auf ein Waldgebiet übergegriffen. Insgesamt wurden 202 Menschen und die Patienten eines Krankenhauses in Sicherheit gebracht.
Ein weiterer Brand ist am Mittwoch in einem bewaldeten Bereich der Region Balikkesir ausgebrochen – entlang der Straße, die die Ägäismetropole Izmir mit der Dardanellen-Meerenge verbindet.
Die Türkei hat wegen der Waldbrände in Südeuropa je zwei Löschflugzeuge nach Frankreich und Spanien geschickt.