In Andalusien im Süden von Spanien sind am Samstag mehr als 275 Feuerwehrleute und Soldaten gegen einen neuen Waldbrand im Einsatz gewesen. Das Feuer ist nördlich der Stadt Niebla ausgebrochen, die ungefähr auf halber Strecke zwischen Sevilla und der Grenze zu Portugal liegt. Laut dem andalusischen Katastrophenschutzbeauftragten Antonio Sanz hat der Brand schon eine Fläche von rund 4.000 Hektar erfasst. Die Löscharbeiten werden durch "ständig wechselnde Winde" erschwert, was die Brandbekämpfung deutlich schwieriger macht.
Unter den 275 Einsatzkräften befinden sich laut Feuerwehr auch 60 Soldaten einer Notfalleinheit vom spanischen Heer. Die Flammen werden nicht nur am Boden, sondern auch aus der Luft bekämpft.
In Spanien hat es heuer im Sommer bereits mehrere schwere Waldbrände gegeben. Tausende Menschen mussten vor den Flammen in Sicherheit gebracht werden, besonders im Zentrum des Landes. Im Juli hat zum Beispiel ein riesiger Brand in der Provinz Ávila nahe Madrid gewütet. Bei einem weiteren folgenschweren Feuer in der andalusischen Provinz Almería sind 14 Menschen ums Leben gekommen.
Forscher sagen, dass durch den menschengemachten Klimawandel die Hitzewellen häufiger und intensiver werden, was das Risiko für Waldbrände erhöht. Trockenheit und mehrere Hitzewellen hintereinander haben die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet.