Mehr als 200 Feuerwehrleute haben am Sonntag in Südfrankreich gegen einen schnell wachsenden Waldbrand angekämpft. Laut Feuerwehr im Département Lozère ist das Feuer gegen Mittag im Gemeindegebiet von Massegros-Causses-Gorges, rund 140 Kilometer nordwestlich von Montpellier, ausgebrochen. Bis zum frühen Abend hat die Flammenfront bereits mehr als 100 Hektar erfasst. Zwei Dörfer wurden vorsorglich evakuiert.
Rund 220 Feuerwehrleute waren im Einsatz, unterstützt von fünf Löschflugzeugen. Die Einsatzkräfte haben laut eigenen Angaben weitere Verstärkung angefordert, weil sich das Feuer immer weiter ausgebreitet hat und vorerst nicht unter Kontrolle zu bringen war.
Ersten Erkenntnissen zufolge dürfte ein brennendes Auto auf einer Straße das Feuer ausgelöst haben. Evakuiert wurden zwei kleine Dörfer im Gemeindegebiet von La Tieule, auf die sich das Feuer zubewegt hat. Insgesamt mussten 20 Häuser geräumt werden, die Straße zwischen La Tieule und dem Nachbarort Le Recoux wurde gesperrt.
Im betroffenen Gebiet gibt es "sehr viel Wald" und es sei "extrem trocken", warnte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Marc Toulouse. Die Behörden vor Ort haben die Anrainer gebeten, nicht mehr den Notruf zu wählen, um den Brand zu melden, weil die Einsatzleitstelle sonst überlastet werden könnte.
In Frankreich hat es zuletzt immer wieder große Brände gegeben. Dürre und mehrere Hitzewellen hintereinander haben die Vegetation in Südeuropa stark ausgetrocknet. Laut Wissenschaftlern steigt durch die vom Menschen verursachte Klimaerwärmung die Gefahr von Waldbränden, weil Hitzewellen häufiger und intensiver werden.