Waldhäusl zu NS-Vorwurf: "Opa von Nazis verjagt"

Gottfried Waldhäusl steht derzeit fast täglich in der Kritik.
Gottfried Waldhäusl steht derzeit fast täglich in der Kritik.Bild: Daniel Schreiner
FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl bezieht nach dem "Sonderbehandlungs-Sager" und den Rücktrittsaufforderungen Stellung und distanziert sich.
Im Talk mit "Krone-tv" sprach Gottfried Waldhäusl von einer nötigen "Sonderbehandlung" für einige Asylwerber. Waldhäusl sprach von 5 bis 10 % der Asylwerber, die auffällig, straffällig und integrationsunwillig wären.

Für Waldhäusl-Gegner war das Wort "Sonderbehandlung" ein gefundenes Fressen, denn das Wort "Sonderbehandlung" wurde bei den Nazis als Codewort für die Ermordung von Menschen verwendet ("Heute" berichtete).

"Distanzierung von NS-Zeit"

Gegenüber "Heute" stellt der zuletzt oft und heftig kritisierte Landesrat klar: "Meine Großeltern wurden in der NS-Zeit von Nazis vom Hof gejagt, warum sollte ich mit dieser Zeit sympathisieren? Daher: Meine volle Distanzierung gegenüber der NS-Zeit und jeglicher Nazi-Ausdrücke. Ich wollte mit dem Wort "Sonderbehandlung" nur sagen, dass einige Asylwerber ein "Mehr" an Behandlung brauchen, also eine Mehrbehandlung. Die jüngsten Ereignisse wie etwa in Steyr oder Wien zeigen die traurigen Realität und die Notwendigkeit auf."

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner reagierte auf den neuerlichen Wirbel rund um Waldhäusl relativ gelassen: "Ich will mich nicht an einer Begriffsdebatte beteiligen." Für die VPNÖ-Chefin stünde ein ordentlich betreutes Sicherheitskonzept für St. Gabriel sowie "rasche Abschiebungen, die erfolgen müssen", im Vordergrund. (Lie)

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