Wann beginnt der Advent?

Bild: Lisi Niesner / Reuters

Geht es nach den Betreibern der Weihnachtsmärkte und Punschstände, dann kann er nicht früh genug beginnen. Heuer war das besonders spürbar. Schon Mitte November begannen die Christkindlmärkte, obwohl wir fast noch sommerliche Temperaturen hatten.

Kein Wunder, dass bisher keine rechte Adventstimmung aufkam. So klagen die Standler, dass der Umsatz bislang fast fünfzig Prozent geringer ist als in den vergangenen Jahren. Woran liegt das? Warum dieser enorme Rückgang? Als Grund wird vor allem die Terrorangst nach den Ereignissen von Paris genannt. Wird der Advent heuer von Ängsten und Sorgen überschattet?

Von dem Gefühl, dass unsere Welt aus den Fugen geraten ist? Flüchtlingsströme, Terrorgefahr, Klimawandel, wachsende Arbeitslosigkeit. Mit dem kommenden ersten Adventsonntag beginnt wirklich der Advent. Und eigentlich ist der Advent eine Zeit der Hoffnung, der Erwartung. Viele erleben ihn aber als eine Zeit voller Stress und Hektik.

Vielleicht hilft das heurige Jahr der Krisen und Sorgen, den Advent als Zeit der Besinnung zu leben. Gut täte es uns allen! In vier Wochen ist Weihnachten. Der Advent bereitet darauf vor. Worauf eigentlich? Was soll Weihnachten? Was bedeutet das Geburtsfest Jesu? Dass Gott Mensch geworden ist!

Dass wir wieder menschlicher werden sollen! Wie sähe Weihnachten aus, wenn wir einander die Tür, das Herz öffnen würden? Zum Beispiel jemand Einsamen einladen. An Flüchtlinge denken. Werden die vielen Schutzsuchenden zu Weihnachten etwas vom Sinn des christlichen Weihnachtsfestes an unserem Verhalten erleben?

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