Christopher Seiler "speert" für Caritas die Kälte aus

Christopher Seiler, Sänger von "Seiler & Speer" (2.v.r.), mit einem Obdachlosen, "Gruft"-Chefin Judith Hartweger und Wiens Caritas-Chef Klaus Schwertner
Christopher Seiler, Sänger von "Seiler & Speer" (2.v.r.), mit einem Obdachlosen, "Gruft"-Chefin Judith Hartweger und Wiens Caritas-Chef Klaus SchwertnerJohannes Hloch
Die Caritas und Sänger Christopher Seiler bitten um Spenden für das Gruft-Winterpaket. Darin: ein warmer Schlafsack und sieben warme Mahlzeiten.

Gemeinsam mit Sänger Christopher Seiler machte Klaus Schwertner, geschäftsführender Caritasdirektor der Erzdiözese Wien am Donnerstag auf aktuelle Entwicklungen der Wohnungslosenhilfe aufmerksam: "Der Druck für viele Menschen steigt. Mehr Menschen, auch Familien, suchen aktuell die Caritas Wärmestuben auf, Kinder kommen immer öfter hungrig in die Lerncafés, die Zahl der Delogierungen ist zuletzt wieder gestiegen und unsere Lebensmittelausgabestellen stoßen immer öfter an ihre Grenzen", so seine Bilanz  am Donnerstag in der Obdachloseneinrichtung "Gruft".

Krise gemeinsam bewältigen

Musiker Christopher Seiler von der Band "Seiler und Speer" appellierte in diesem Zusammenhang an Solidarität und Zusammenhalt. In Anlehnung an eines seiner Lieder: "San olle koit, du bleibst a Mensch", meinte er: "Wir werden diese multiplen Krisen nur gemeinsam bewältigen.“ Seiler findet, "wenn es einem gut geht, ist es eine Pflicht zu helfen." In diesem Video siehst du, wie er im Rapid Stadion Punsch ausschenkt und so Geld für die Caritas sammelt:

Mehr als 2.000 Notquartiers-, Schlaf- und Wohnplätze in Wien

Von November 2021 bis November 2022 wurden allein in der Gruft 22.552 Kontakte mit Sozialarbeitern dokumentiert. Im selben Zeitraum haben fast 11.000 Menschen im Nachtquartier der Gruft geschlafen. Insgesamt stellt die Caritas alleine in Wien 2.011 Notquartiers-, Schlaf- und Wohnplätze zur Verfügung. Die Zahl der Notquartiersbetten wurde jüngst um weitere 129 Betten aufgestockt.

Es werden von der Caritas auch warme Kleidung und winterfeste Schlafsäcke verteilt. Und das Wärmestuben-Angebot ausgebaut: 38 Pfarren und ein Verein öffnen von Dezember bis März ihre Türen. Und auch eigene Wärmestuben für Frauen gibt diesen Winter zum ersten Mal – mit Kinderbetreuung und Hygieneartikeln. Zusätzlich werden dieses Jahr auch Speisen zum Mitnehmen angeboten.

Knapp 47.000 Anrufe für Menschen in Not

Unter 01/480 45 53 erreicht jeder das Kältetelefon: sieben Tage die Woche, rund um die Uhr. Waren es anfangs rund 500 Anrufe pro Wintersaison, haben die Wiener alleine im vergangenen Jahr über 8.000 Mal die Nummer gewählt. Dieses Jahr klingelte seit Anfang November bereits 3.363 Mal das Telefon. Insgesamt waren es bisher 46.945 Mal.

70 Euro für ein Winterpaket

Den Kältebus, die Suppenbusse, die Hotline oder etwa die Arztpraxis auf Rädern – diese Arbeit lässt sich nur leisten, wenn sie von möglichst vielen Menschen mitgetragen wird. "Helfen Sie uns jetzt in der Krise und spenden Sie mit 70 Euro ein Gruft Winterpaket – bestehend aus einem winterfestem Schlafsack und sieben warmen Mahlzeiten. Die Hilfe kommt an. Die Hilfe wärmt. Danke“, so Schwertners Appel.

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