Niederösterreich

Warnsystem verhinderte Zugunglück im Bezirk Baden

Der Lokführer leitete nach dem Alarm eine Notbremsung ein, Güterwaggons hatten sich beim Bahnhof Leobersdorf selbstständig gemacht.
Erich Wessely
06.12.2020, 14:28

Ein Gleisüberwachungssystem hat in der Nacht auf Sonntag auf der Südbahnstrecke ein Zugunglück im Bezirk Baden verhindert. Wegen des Alarms leitete der Lokführer eines mit sieben Passagieren besetzten Personenzuges vor dem Bahnhof Kottingbrunn eine Notbremsung ein, teilte die Feuerwehr mit. Kurz darauf fuhren Güterwaggons auf den bereits stehenden Zug auf. Sie hatten sich in einem Abstellbereich des Bahnhofs Leobersdorf selbstständig gemacht.

Feuerwehr half Passagieren aus dem Zug

Der Personenzug wäre dort normalerweise mit hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen und auf die entgegenkommenden Waggons geprallt. Die Einsatzkräfte halfen den sieben Fahrgästen aus der Garnitur. Eine körperlich beeinträchtigte Person wurde zur Überprüfung ins Spital transportiert, die anderen Passagiere blieben unverletzt und wurden zum Bahnhof Wiener Neustadt gebracht. Der Bahnverkehr wurde während des Einsatzes umgeleitet.

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Auf "Heute"-Anfrage betonte ÖBB-Sprecher Christopher Seif: "Genau für derartige Vorfälle gibt es diese Sicherheits- und Warneinheiten." Verantwortlich für die sechs entrollten Güterwaggons sei ein Unternehmen, das im Auftrag der ÖBB arbeitet. 

Die Untersuchungen, wie es zu dem Vorfall kommen konnte, laufen jetzt. Im Raum steht eine nicht vorschriftsmäßige Sicherung der Güterwaggons.