Vorschriften regeln, welches Feuerwerk in Österreich abgebrannt werden darf. Rechtzeitig vor Silvester melden sich nun Experten der Branche zu Wort. "Nur legal ist sicher", sagt Helmut Szagmeister, der Branchensprecher des Pyrotechnikhandels in der Wirtschaftskammer NÖ.
Durch Unwissenheit oder Sorglosigkeit komme es immer wieder zu tragischen Unfällen. Niederösterreich stehe hier aufgrund seiner Nähe zu Tschechien besonders häufig in der Diskussion, da aus dem Nachbarland immer wieder illegales Feuerwerk importiert wird. Dabei legen eigentlich genaue Regeln fest, was für private Verbraucher erlaubt ist.
"Für den europäischen Markt dürfen nur pyrotechnische Artikel mit CE-Kennzeichnung in den Handel gebracht werden. Leider würden immer wieder Artikel über Onlineshops nach Österreich kommen, die den sehr hohen Sicherheitskriterien hierzulande nicht entsprechen", sagt Szagmeister. Dabei handle es sich vorwiegend um Gegenstände, die in Österreich nur mit Fachkenntnis und Bewilligung zu erwerben seien, oder gänzlich verboten sind.
"Wer sichergehen will, kauft bei den heimischen Pyrotechnikhändlern", betont Szagmeister. Die dort verkauften Feuerwerksartikeln weisen die Schutzklassen F1 und F2 auf und sind - wenn man die Gefahrenhinweise beachtet - sicher.
Der aktuelle Trend gehe zunehmend weg von einzelnen Raketen, hin zu Batteriefeuerwerken mit choreografischem Ablauf sowie Bodenfeuerwerken wie Fontänen und Vulkanen, erklärt Produzent Thomas Köchl. Er ist Ausschussmitglied der niederösterreichischen Innung Chemische Gewerbe.
Bevor Feuerwerk am Himmel erstrahlt, würden Kunden oft ein Erlebnis am Boden planen. Vulkane etwa würden eine golden oder silbern schimmernde, bis zu sieben Meter hohe Feuerwand erzeugen, die etwa eine Minute lang brennt, erklärt er.
Erlaubt werde das durch eine aktuelle Norm, die bis zu 250 Gramm Effektpulver erlaubt. Technisch möglich waren solche 7m-Vulkane bereits seit 2010, doch erst jetzt konnten die Hersteller sämtliche Tests bestehen, die für eine CE-Kennzeichnung vorgeschrieben sind.
Das zeige einmal mehr, wie genau hier geprüft werde, wie hoch die Standards in Österreich und wie sicher die Produkte aus dem heimischen Fachhandel seien.