Zahlreiche Beschwerden über Kosten von bis zu 1.000 Euro für Aufsperrdienste sollen bei der Arbeiterkammer eingegangen sein und das sei völlig überteuert!
Wer sich schon einmal aus seinen eigenen vier Wänden ausgesperrt hat weiß, dass es nicht nur ein wenig unangenehm sondern auch mit einem tiefen Griff ins Geldbörserl verbunden ist. Bei manchen Unternehmen kann dieser Griff auch schon etwas tiefer ausfallen als bei anderen.
Dubiose Anbieter
Kosten von bis zu 1.000 Euro seien aber weit überzogen, heißt es seitens der Arbeiterkammer Niederösterreich. Vorsicht sei vor allem bei Diensten im Internet und Nummern mit der Vorwahl "0800" geboten. Diese sollen oft keine genaue Auskunft geben unter dem Vorwand, dass sich erst ein Profi die Sache ansehen müsse. Besagter Profi löse das Problem dann innerhalb von Sekunden und verlange aber dennoch mehrere hunderte Euro dafür in bar. "Seriöse Firmen geben Auskunft über die Kosten und bestehen nicht auf Barzahlung", warnt Arbeiterkammer Konsumentenschützer Helmut Schafrath. Häufig sollen Firmen aus Deutschland dahinter stecken.
Kostenvergleich in NÖ
Schafrat verweist zur Übersicht der Kosten auf einen Arbeiterkammer Preisvergleich regionaler Unternehmen. "In Niederösterreich liegen die Preise für Schlosser bzw. Aufsperrdienste zwischen 7.00 und 17.00 bei 85 bis 145 Euro für das Öffnen einer zugefallenen Türe. In den Nachtstunden und an den Wochenenden ist mit 115 bis 175 Euro zu rechnen. Je nach Tageszeit und Wochentag steigen die Kosten auf bis zu 210 Euro höchstens", so der Konsumentenschützer.
Tipp der Arbeiterkammer
Einen Zweitschlüssel bei einer Vertrauensperson hinterlegen oder sich die Telefonnummer eines regionalen Schlossers im Handy einspeichern, der Notdienste übernimmt. Im Zweifelsfall Polizei kontaktieren und um Hilfe bitten.
(Ros)