Warum hat ein IS-Terrorist ein österreichisches Gewe...

Bild: zvg

In einer Bilderserie der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) wird der Belgier Abu Anwar al-Baljiki, der sich bei einem Selbstmordattentat auf das irakische Militär in die Luft gesprengt haben soll, gezeigt. Ein Foto wirft dazu Fragen mit Österreich-Bezug auf. Das Bild zeigt al-Baljiki lächelnd, neben sich ein österreichisches Steyr Armee-Universal-Gewehr (AUG), auch bekannt als "StG 77".

In einer Bilderserie der wird der Belgier Abu Anwar al-Baljiki, der sich bei einem Selbstmordattentat auf das irakische Militär in die Luft gesprengt haben soll, gezeigt. Ein Foto wirft dazu Fragen mit Österreich-Bezug auf. Das Bild zeigt al-Baljiki lächelnd, neben sich ein österreichisches Steyr Armee-Universal-Gewehr (AUG), auch bekannt als "StG 77".

Der IS gab an, einen Sprengstoffanschlag auf die irakische Armee in Qayyarah verübt zu haben. Über den angeblichen Anschlag liegen bisher wenige Informationen vor. Die Terrororganisation gibt an, einen mit Sprengstoff beladenen Lastwagen in eine Gruppe der irakischen Armee gelenkt zu haben. Angebliche Aufnahmen aus Drohnen, die eine große Explosion zeigen, sollen dies belegen.

Dazu wurden Aufnahmen des Attentäters vor dem angeblichen Anschlag veröffentlicht. Die Bilder zeigen offenbar, wie sich der Belgier Abu Anwar al-Baljiki von einem anderen IS-Kämpfer vor dem Anschlag verabschiedet und ans Steuer des Fahrzeugs setzt. Ein Bild zeigt den mutmaßlichen Attentäter zudem lachend - neben sich das österreichische Gewehr. Wie das? Österreichischen Rüstungsfirmen ist es nämlich nicht erlaubt, Waffen in Krisengebiete zu exportieren.

Woher kommt das Gewehr?

Offiziell ist das StG 77 beim Bundesheer und der Cobra in Österreich, bei der australischen und irischen Armee, den Streitkräften in Luxemburg, Malaysia und Neuseeland, beim Ministerium für Innere Sicherheit in den USA sowie in Tunesien und Uruguay im Einsatz. Australien darf sogar mit einer Lizenz das StG 77 selbst herstellen. Aber: Verkauft wurden die Waffen aus Österreich .

Denkbar sind dabei viele Wege, wie das Austro-Gewehr in die Hände der Terroristen gelangte. Gerade Tunesien ist das Land, aus dem zahlenmäßig die meisten Kämpfer für den IS in den Dschihad ziehen - und möglicherweise die Waffen mitnehmen. Andere Erklärungen wären ein illegaler Weiterverkauf, sowie Raub.

Bereits im Dezember 2015 hielt fest, dass sich Steyr-Gewehre genauso wie Glock-Pistolen im Waffenarsenal des IS befänden. Auch ein schwerer Vorwurf wurde geäußert: Demnach steht Österreich auf einer Liste der Länder, die den Irak direkt mit Waffen versorgt haben soll.

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