Deshalb waren Hundesalons die ganze Zeit geöffnet

Dieser Chow Chow sieht vor der Behandlung wirklich nicht besonders gepflegt aus, oder?
Dieser Chow Chow sieht vor der Behandlung wirklich nicht besonders gepflegt aus, oder?©Hundesalon Sweety
Unsere Vierbeiner brauchen mehr als Futter und Liebe. Manchmal muss eben auch eine richtige "Beauty"-Behandlung her, um den Hund gesund zu halten.

Während wir Zweibeiner eeeendlich wieder unsere zottelige Lockdown-Mähne professionell behandeln lassen dürfen, waren Hundesalons nur im ersten Lockdown für fünf Wochen geschlossen. Sie gelten seither als "tierschutzrelevant" und bleiben offen, aber wie kommt das? Ist die Optik des Hundes tatsächlich so wichtig, dass diese Branche auch während eines Lockdowns geöffnet bleiben durfte? Heute.tierisch fragte bei einer Meisterin dieses Faches nach und traf Hundefriseurin Manuela Eisele (Hundesalon Sweety, Wien 22) zu einem virtuellen Talk.

Hot-Spots müssen nicht sein

"Es geht bei uns wirklich nur sekundär um die Schönheit des Hundes. Die Gesundheit steht immer im Vordergrund", so Eisele. Nun gut, sie muss es schließlich wissen, nachdem sie sich bereits 23 Jahre um das Fell der Pelzigen kümmert. "Vor allem im Winter ist es wichtig, bei vielen Rassen die Unterwolle zu entfernen, damit keine Hautirritationen wie Hot-Spots entstehen und die Haut unter dem dicken Fell wieder Luft bekommt", sagt sie. Die dicke Wolle, die draußen feucht wird und dann in geheizten Räumen richtig zu dampfen beginnt, wird also professionell entfernt. Golden Retriever, Samojeden, Australian Shepherds zählen großteils zu ihren Kunden im Kampf gegen das dicke Plüschi.

Waschen, legen und Pediküre bitte.

Auch die unliebsamen Haare zwischen den Ballen bei den Pfoten werden entfernt, damit Schnee, Salz und Sand nicht mehr andocken können und womöglich sogar schmerzende Klumpen bilden. "Pediküre ist ebenfalls bei der Behandlung inkludiert", so Eisele und meint "Wenn die Krallen wirklich laut hörbar über Parkett- und Laminatböden tapsen sind sie zulange und können zu Fehlbildungen und sogar zu Arthrosen im Beinchen führen".

Fein. Der Hund wird also von Kopf bis Pfote durchgepflegt und fühlt sich nach der Behandlung sichtlich wohler, also wenn man einen sensiblen Rassehund sein Eigen nennt, sollte man ihn vielleicht schon als Welpe an diverse Behandlungen gewöhnen. Es tut ihm gut!

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