Warum Natascha Kampusch bei Günther Jauch weinte

Bild: Paul Zinken (dpa)

Am Sonntag feierte Natascha Kampusch ihren 25. Geburtstag. Am Abend trat sie bei Günther Jauch auf. Und erzählte, dass die Anfeindungen in Österreich fast schlimmer sind als ihre jahrelange Gefangenschaft im Kellerverlies Wolfgang Priklopils.

ihren 25. Geburtstag. Am Abend trat sie bei Günther Jauch auf. Und erzählte, dass die Anfeindungen in Österreich fast schlimmer sind, als ihre jahrelange Gefangenschaft im Kellerverlies Wolfgang Priklopils.

Acht Jahre dauerte Nataschas Gefangenschaft. Inzwischen ist sie seit sieben Jahren wieder frei. Trotz dieser langen Zeit, die schon vergangen ist, wird sie in der Öffentlichkeit angefeindet.

Leute feinden sie an, weil sie kein Opfer sein will

Als ihr Günther Jauch in seiner Talkshow auf ARD Hass-Kommentare aus einem Forum vorliest, kommen der jungen Frau die Tränen. Viele Leute glauben ihr noch immer nicht, in der Öffentlichkeit werde sie oft angefeindet und angepöbelt, erzählt sie. Unbeteiligte wollen sie in der Opferrolle sehen, doch Natascha versucht stattdessen aus dem Schatten, den die Entführung auf ihr Leben wirft, herauszutreten.

Das sei genau die richtige Einstellung und der beste Weg, um zu überleben. Natascha sei "ein leuchtendes Beispiel für eine aktiv Überlebende", zitiert der "Spiegel" den Psychotherapeuten Georg Pieper.

Kinostart der Kampusch-Biografie "3096 Tage"

Am Donnerstag startet "3096 Tage", die Verfilmung der Kampusch-Biografie in unseren Kinos. Amelia Pidgeon (als Kind) und Antonia Campbell-Hughes (als Erwachsene) spielen Kampusch. Auch im Film wird nicht nur die Gefangenschaft, sondern auch der schwierige Rückweg ins Leben gezeigt.

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