Warum sich langsam Kommen für dich lohnt

Slow Sex ist seit einiger Zeit in aller Munde.
Slow Sex ist seit einiger Zeit in aller Munde.Getty Images/iStockphoto
Ein Slowgasm ist intensiver als eine schnelle Nummer und durchfährt den ganzen Körper. Wir verraten, wies funktioniert.

Bei vielen Menschen gehts beim Sex darum, möglichst schnell zum Orgasmus zu kommen. Gleicht Sex für dich auch eher einem Sprint als einem Marathon? Dann hattest du vermutlich noch nie einen Slowgasm.

Das Slow steht dabei nicht für Langsamkeit im Sinne von Geschwindigkeit. Sondern um Achtsamkeit und darum den eigenen Körper zu genießen – ganz wie beim Prinzip des Slow Sex.

Slow Sex ist seit einiger Zeit in aller Munde. Im Kern geht's darum, sich nicht Erregung oder einen Orgasmus zum Ziel zu setzen. Nicht einmal Geschlechtsverkehr muss sein. Vielmehr steht die Verbindung zum eigenen Körper, dem Gegenüber und die Geborgenheit im Fokus. Es geht darum, achtsam zu sein und sich ohne Plan einfach mal zu berühren.

Anders als der Name es vermuten lässt, muss Slow Sex nicht stundenlang dauern. Slow Sex kann zum Beispiel auch bedeuten, dass man nackt kuschelt und nach zehn Minuten wieder aufhört, weil sich das gerade gut anfühlt.

Je länger du sexuelle Spannung aufbaust, sie aufgestaut hältst und dann diese Energie freisetzt, umso intensiver kann der Höhepunkt ausfallen. Du nimmst dir Zeit, genießt die Reise und kommst in deinem eigenen Tempo ans Ziel. Wirf dein Kopfkino an, hör vielleicht ein erotisches Hörbuch und benutz ein Sexspielzeug, das dich nicht ganz so schnell auf Hochtouren bringt wie dein Lieblings-Toy. Folgende Produkte können dir beim Entschleunigen helfen:

Frauen und der Orgasm Gap

Besonders Frauen können von der Idee hinter Slowgasm profitieren. Denn obwohl in den letzten Jahren deutlich mehr Wert auf die weibliche Befriedigung gelegt wird, stehen viele Frauen beim Sex noch immer stark unter Druck. Denn Frauen gehen beim Orgasmus häufig leer aus. Orgasm Gap nennt sich dieser Fakt – angelehnt an den Gender Pay Gap, der zeigt, dass Frauen im Schnitt weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

Das zeigt auch die große Sex-Umfrage von 20 Minuten: Nur 27 Prozent der Schweizerinnen kommen demnach immer zum Orgasmus. Bei den Männern sind es 69 Prozent, die beim Sex zum Orgasmus kommen. 37 Prozent der Schweizerinnen geben an, meistens zum Orgasmus zu kommen, für acht Prozent endet der Geschlechtsverkehr nie mit einem Orgasmus. Bei den Männern ist das ein kleineres Problem: Hier geben nur zwei Prozent an, nie zu kommen. Slowgasm und Slowsex können eine Antwort auf den Leistungsdruck, den viele im Bett verspüren, sein.

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