Warum Thailands Senioren wieder in die Schule gehen

Immer mehr ältere Menschen in Thailand drücken wieder die Schulbank. Für viele ist es vor allem ein Ausbrechen aus der Einsamkeit.

Somjit, Poonsri und Choochart haben die selbe Morgen-Routine wie Hunderttausende von anderen Schülern in Thailand: In der Früh schlüpfen sie in ihre weißen und roten Schuluniformen, nehmen den Schulbus zum Unterricht und schwätzen im Pausenhof mit Mitschülern. Doch Somjit, Poonsri und Choochart sind 77 bzw. 63 Jahre alt.

Wie immer mehr ältere Menschen in Thailand gehen sie im hohen Alter nochmals in die Schule. Die Unterrichtsfächer in den Schulen eigens für ältere Schüler umfassen Englisch ebenso wie traditionellen thailändischen Tanz.

Einsamkeit durch Landflucht

Für viele ältere Thailänder sind die Schulen nicht nur ein Ort des Lernens, sondern vor allem ein sozialer Ort. Da es besonders in ländlichen Regionen kaum Arbeit gibt, ziehen die Jungen in die Städte. Die Alten bleiben oft allein zurück und sehen ihre Angehörigen kaum. In den Schulen treffen sie Gleichaltrige und finden wieder Anschluss.

Und das Bild, das die Senioren-Schüler abgeben unterscheidet sich kaum von dem jüngerer Schüler. Auch hier wird in den Pausen herumgealbert und getratscht und nach der Schule trifft man sich mit seinen Freunden.

(red)

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