Eiskalte Duschen sind auch bei der aktuellen Hitzewelle nicht jedermanns Sache. Vielen Thermen-Besitzern bleiben sie derzeit aber trotzdem nicht erspart.
Durch starke Sonneneinstrahlung kann sich im Rauchfang ein sogenannter "thermischer Stoppel" bilden. Der behindert die Abluft-Abfuhr, erklärt Andreas Feiler von der Berufsfeuerwehr. Folge: Der CO-Wächter springt an, die Therme schaltet sich zum Schutz vor Vergiftung ab – und das Wasser bleibt kalt.
Diese Erfahrung haben in den letzten Tagen viele Gasthermen-Besitzer gemacht. Oft helfe es nur zu warten, bis es kühler wird, so Feiler. Ärgerlich, immerhin soll die Hitzewelle noch länger dauern.
Gefährlich wird es dann, wenn der CO-Wächter wegen schlechter Wartung nicht eingreift: Durch Niederdruck kann es passieren, dass das giftige Kohlenmonoxid nicht abzieht. Feiler rät, immer für genug Belüftung zu sorgen – und die Therme jährlich warten zu lassen.
Achtung auch bei Klimaanlagen: Sie entziehen dem Raum zusätzlich Luft. Heuer hatte die Berufsfeuerwehr bereits 15 CO-Einsätze.
50 Hitzeeinsätze für Rettung
700 Einsätze verzeichnet die Wiener Berufsrettung im Schnitt täglich. Während der Hitzewelle sind es jetzt rund 50 mehr pro Tag. Hauptgrund der Alarmierung: Kreislaufbeschwerden, Schwindel oder Kopfschmerzen.
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(red)