Warum wurde Lewis Hamilton nicht härter bestraft?

Lewis Hamilton
Lewis Hamiltonimago images/Every Second Media
Diskussionen nach dem Crash! Lewis Hamilton schoss in Silverstone Max Verstappen von der Strecke, raste danach zum Sieg. War seine Strafe zu gering?

Lewis Hamilton jubelte am Sonntag über seinen achten Heimsieg in England, seinen 99. Grand-Prix-Erfolg. Doch sein Triumph wird von Diskussionen begleitet. Der Mercedes-Superstar hatte WM-Leader Max Verstappen in der ersten Rennrunde von der Strecke geschossen. Dafür erhielt er eine 10-Sekunden-Strafe.

Die hinderte Hamilton nicht daran, im Anschluss auf Platz eins zu Fahren und so den WM-Rückstand auf Verstappen auf acht Punkte zu verkürzen. War seine Strafe zu gering? Red-Bull-Teamchef Christian Horner etwa meint: "Wenn du gewinnst, dann ist das keine Strafe."

FIA-Rennchef Michael Masi kontert die Kritik: "Eine der wichtigsten Säulen in der Bewertung solcher Situationen ist, dass die Kommissare die Konsequenzen eines Unfalls nicht zu bewerten haben." Die Stewards bewerten zwar den Zwischenfall und die Handlungen, die dazu geführt haben, "aber nicht das, was danach als Folge des Zwischenfalls passiert." Masi stellt klar: "Die FIA, die Formel 1 und auch die Teamchefs waren in diesem Punkt immer sehr klar und einig."

WM-Leader Verstappen schlug in Silverstone mit 51 g im Reifenstapel ein, musste zu Untersuchungen ins Spital. Erst am Abend konnte er Entwarnung geben: "Alles okay!" Verstappen nannte Hamilton "unsportlich und respektlos", weil dieser nach dem Rennen ausgelassen jubelte, das Unfall-Opfer mit keinem Wort erwähnte.

Die Kritik an Hamilton lief leider aus dem Ruder. Im Netz kam es zu rassistisch motivierten Beleidigungen und Anfeindungen. Das gab Mercedes am Montag bekannt. In einem Statement schrieb der Rennstall: "Während und nach dem Grand Prix ereigneten sich mehrere rassistische Übergriffe auf Social Media. Die Formel 1, FIA und Mercedes verurteilen dieses Verhalten. Die Rennklasse und die Fahrer und Teams setzen sich für einen diversen und inklusiven Sport ein. Online-Missbrauch muss herausgestrichen und eliminiert werden."

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