Welt

Warum zahlt US-Milliardär 8.000 Euro für seinen Tod?

Kein schlechter Scherz: Silicon-Valley-Star Sam Altman (32) zahlt für seinen Tod – damit sein Gehirn digital weiterlebt ...
Heute Redaktion
13.09.2021, 21:16

Die Idee ist ziemlich verrückt, kostet ihn knapp 8.000 Euro –

und ganz sicher sein Leben. Makaber: Laut US-Medien will Milliardär und Silicon-Valley-Star Sam Altman (32), dass sein Gehirn weiterlebt. Die umstrittene Prozedur kostet die bisher bekannten 25 Personen einige Tausend Dollar und bringt sie mit 100 Prozent Wahrscheinlichkeit um.

Im berühmten Silicon Valley in Kalifornien hat man nicht einmal mehr vor dem Tod Respekt: Mit einem neuen Verfahren will das Unternehmen "Nectome" nun versuchen, sogar den Tod auszutricksen. Die Firma verspricht, Gehirne mit einem chemischen Prozess in Zukunft so erhalten zu können, dass sie irgendwann eingescannt und als Computersimulation erhalten werden können. Bislang geht es nur um den Erhaltungsprozess für das Gehirn, doch irgendwann sollen so Erinnerungen und Wissen hochgeladen werden können.

Altman glaubt, dass sein Gehirn in der Cloud landet

Jetzt wurde der erste berühmte Kunde von "Nectome" bekannt: Laut US-Medien soll Sam Altman, Valley-Entrepreneur und Präsident des bekannten Accelerators "Y Combinator" auf der 25 Personen umfassenden Warteliste stehen. Skurril: Altman unterstützt mit seiner Firma auch das Startup "Nectome"! Der Milliardär will also 8.000 Euro bezahlen damit sein Gehirn präserviert wird. Er glaubt, dass es so irgendwann in der Cloud landen wird ...

Bei dem Verfahren, das an einen Horror-Film erinnert, wird der Körper mit Chemikalien vollgepumpt, die dem Präservieren des Gehirns dienen sollen – aber den Menschen töten. Und: Damit der Prozess funktioniert, muss das Hirn noch funktionieren, der Mensch also noch leben! Deshalb sollen "Nectomes" Zielgruppe nach eigenen Angaben vor allem Patienten mit tödlichen Krankheiten sein. "Die Kundenerfahrung ist wie bei einem ärztlich unterstütztem Suizid", erklärt "Nectome"-Gründer Robert McIntyre.

Noch ist unklar, ob die Prozedur überhaupt durchgeführt werden darf

Aber: Noch ist unklar, ob das Startup sein Konzept überhaupt technisch und rechtlich umsetzen kann. Krank: Getestet wurde bislang an vor allem an Tieren. Freiwillige menschliche Versuchskaninchen wie Sam Altman können von der Warteliste übrigens jederzeit zurücktreten ...

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(tas)