Darum war die Schwester von Obama in Linz zu Gast

Das Land OÖ intensiviert die Zusammenarbeit mit Afrika. Dabei hilft Auma Obama, die Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten.
Die kenianische Germanistin, Soziologin und Journalistin Auma Obama traf sich im Zuge eines so genannten Oikocredit-Projekts in Linz mit Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Afrika und OÖ zu intensivieren. So kommen junge Menschen aus Afrika, um sich in Oberösterreich in Sachen Landwirtschaft weiterzubilden.

"Internationale Zusammenarbeit heißt auch Verantwortung zu übernehmen. Und Bildung ist ein wichtiger Schlüssel", betont Stelzer nach dem Treffen im Landhaus.

Das ist Auma Obama

Auma Obama, die in Deutschland studiert hat, wurde als ältese Halbschwester des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama ein breiten Öffentlichkeit bekannt. Dabei haben sich die beiden erste im Jahr 1984 kennen gelernt. Während des Präsidentschaftswahlkampfes 2008 gehörte Auma Obama zum Wahlkampfteam ihres Halbbruders und war Kontaktperson zu den Unterstützern.
Konkret geht es um ein gemeinsames Bildungsprojekt der Sauti KUU Foundation, die Auma Obama ins Leben hat. Sauti Kuu bedeutet im Deutschen "Starke Stimmen".

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Stiftung verfolgt das Ziel, Kindern in Afrika die Möglichkeit zu geben, ihr eigenes Leben selbst zu bestimmen.

Auma Obama mit ihrem Halbbruder Barack.
Auma Obama mit ihrem Halbbruder Barack.
"Die Menschen in Afrika haben vor allem Land. Und wie man das nutzt und sich damit eine Lebensgrundlage schaffen kann, sollen sie hier lernen", so Obama.

Bio Made in Afrika ist das Ziel



Neun Jugendliche, Eltern und Mitarbeiter werden deshalb vier Wochen lang in Oberösterreich sein. Im Mittelpunkt: Bio-Landwirtschaft. "Das weiß man derzeit in Afrika noch nicht zu schätzen", so Obama.

Die Afrikaner werden an vier Landwirtschaftlichen Schulen, in Betrieben und auf Bauernhöfen (wo sie eine Woche bei den Familien leben) geschult. Sie erhalten dann ein Zertifikat, werden ihr Wissen in Afrika weitergeben.

"Viele Europäer haben Angst, dass die Menschen aus Afrika hier bleiben. Aber das ist nicht das Ziel. Sie sollen hier lernen und dann nach Afrika zurückkommen, sich eine Lebensgrundlage schaffen und Geld verdienen", sagt Obama.

Das Land unterstützt das Projekt mit rund 24.000 Euro.



(gs)

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