Was sagen Wiener zur Uni- und Schulsperre in Italien?

In den Wiener Unis wurden Info-Mails zum Corona-Virus versendet. Ob das reicht?

In Österreichs Nachbarland Italien wurde am Mittwoch die Maßnahme ergriffen alle Schulen und Universitäten des Landes bis zum 15. März 2020 zu schließen, um eine derzeitige weitere Verbreitung des Corona-Virus zu unterbinden. In Österreich sehen Passanten diesen Schritt als äußerst drastisch:

Emilia (21): Wir haben auch E-Mails bekommen, von der Uni. In Italien ist die Lage ein bisschen ernster. Man muss halt aufpassen! Hände waschen, viel desinfizieren. Wenn man wirklich krank ist, sollte man nicht raus gehen. Wenn sich wirklich alle Studenten daran halten, wir sind ja auf der Uni und wir sollten klug sein, dann glaube ich nicht, dass man die Unis sperren sollte. Kindergarten und Schulen schon, aber Unis nicht.

Robert (58): Sollten sich in Wien mehr Verdachtsfälle zeigen, dann wäre es durchaus besser, wenn man für eine Zeit lang den Schulunterricht aussetzt.

Konstantin (22): Gute Frage. Das ist schlecht, aber bei uns in Österreich ist es noch nicht der Fall hoffentlich. Meines Erachtens ist es auch viel zu sehr gehypt. Die Medien puschen das Thema auf.

Vivienne (45): Mein Sohn hat mich gestern gefragt, ob ich Angst vor dem Corona-Virus habe. Und dann habe ich wirklich nochmals nachgedacht. Nein – ich habe keine Angst. Und sollte ich dieses Virus bekommen, dann möchte ich bis dahin mein Leben gelebt haben und nicht zuhause sitzen und keinen Schritt mehr aus der Tür machen. Es geht viel um Angst. Die zeigt sich überall. Die zeigt sich auch im Virus. Ich möchte es nicht herunterspielen. Ich möchte es nicht bekommen. Ich möchte nicht, dass meine Kinder davon betroffen sind. Das ist eine Krise, die auch vorübergehen wird und dann kommt irgendwann das nächste.

Tim (29): Es ist ein zweischneidiges Schwert: Zum Einen ist es berechtigt, wenn es wegen der Corona Fälle so ist, wegen Sicherheit und Quarantäne. Auf der anderen Seite ist es schlecht für Schüler und Studenten etwas zu lernen. Es ist schwierig.

Die Hauptuni Wien hat zum einen informiert darüber, was für Symptome man hat beim Coronavirus, dass es mehr Desinfektionsspender gibt und wenn man Anzeichen hat, dann auch Pflichtveranstaltungen nicht besuchen muss. Das finde ich sehr gut.

Britta (25) : Ich finde es hier sehr gut geregelt. Man hat viel Info bekommen. Wir wissen über Desinfektionsmittel-Spender Bescheid. Wir wissen, dass wir nicht zu Pflichtveranstaltungen gehen müssen, wenn wir Symptome aufweisen oder Bedenken haben. Hier ist es transparent. Das finde ich gut.

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