Welt

Was wäre, wenn der Islam Europa erobert hätte?

Heute Redaktion
13.09.2021, 22:06

Wie hätte sich Europa entwickelt, wenn der Islam im Mittelalter zur dominierenden Religion geworden wäre? Mit dieser Frage beschäftigte sich nun ein Filmemacher.

Das Jahr 732: Ein Heer aus Franken kämpft gegen Muslime in der Nähe von Tours. Dieser Kampf gilt als religiöse Weichenstellung für Europa. In welche Richtung hätte es sich aber entwickelt, wenn die muslimischen Gegner die Schlacht damals gewonnen hätten?

Martin Carazo Mendez stellt sich in seinem halbstündigen Film "Was wäre, wenn ... der Islam Europa erobert hätte?" genau diese Frage. Dabei macht er ein simples Gedankenspiel: Heerführer Ad dar-Rahmen gewinnt den Kampf und der Islam wird zur dominierenden Macht.

Ein neuer Blick auf die Geschichte

Zahlreiche Wissenschaftler, wie der in Oxford lehrende Historiker Johannes Dillinger, die Mediävistin Claudia Garnier und der Islamwissenschaftler Peter Heine, kommen in der Dokumentation zu Wort. Dabei sind einige Sachen klar: Es gebe beispielsweise keinen Stephansdom, sondern eine Moschee.

Heine ist aber auch überzeugt davon, dass die Angst in Europa nicht so groß wäre wie zurzeit. Seiner Meinung nach wäre die Gesellschaft toleranter gewesen. Phoenix Dokumentations-Chef Jean-Christoph Caron möchte mit dem Film einen erweiterten Blick auf die Geschichte werfen. Am 28. Dezember wird die Doku dann auf dem Sender ausgestrahlt. (slo)

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