Nach Angaben der argentinischen Marine ist bei dem verschollenen U-Boot kurz vor Abbruch des Kontakts Wasser durch den Schnorchel eingedrungen und verursachte einen Kurzschluss.
Der Kapitän der ARA San Juan habe mitgeteilt, dass während des Ladevorgangs der Batterien Wasser in das Innere des U-Boots gelangte, sagte Marinesprecher Enrique Balbi am Montag. Dieses sei durch das Ventilationssystem zu einem Batterieanschluss im vorderen Teil des Schiffes gekommen und habe einen Kurzschluss verursacht.
Experten gehen von Explosion aus
Möglicherweise habe es einen Brand oder Rauch gegeben, so Balbi. Der Kapitän habe später jedoch über das Satellitentelefon mitgeteilt, dass das Problem behoben sei. «Sie mussten die Batterie elektrisch isolieren und weiter unter Wasser Richtung Mar del Plata fahren und einen anderen Batteriekreislauf nutzen», so Balbi.
Experten befürchteten, dass es eine Explosion an Bord des U-Boots gegeben hatte. Am 15. November war der Kontakt zur ARA San Juan abgebrochen, bisher hatte es bei der Suche keine Anhaltspunkte für den Verbleib des U-Boots gegeben. Argentinische Marineangehörige sind besorgt, dass der Besatzung der ARA San Juan der Sauerstoff ausgeht, falls sie unter Wasser ist, selbst wenn das U-Boot intakt ist. (chk)